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Chinesische Zirkusbesucher im Visier von Animals Asia

25. November 2013

  • Die Poster sind das Ergebnis eines diesjährigen Animals Asia Plakat-Wettbewerbs

    Die Poster sind das Ergebnis eines diesjährigen Animals Asia Plakat-Wettbewerbs

Plakate von chinesischen Tierschützern stehen im Zentrum einer Kampagne, die Touristen und die lokale Bevölkerung davon überzeugen soll, das internationale Zirkusfestival in Zhuhai, Südchina, nicht zu besuchen.

Obwohl die Regierung bereits Verbote in Kraft gesetzt hat, um Tiershows zu stoppen, wurde das First China International Circus Festival (erstes internationales Zirkusfestival, China) veranstaltet – trotz starker Proteste und mit tierischen Attraktionen.  

Die Organisatoren erwarten, dass der Zirkus der Region nutzen wird. Die Aktivisten sind entschlossen, weiter darauf hinzuweisen, dass Grausamkeit an Tieren die Region lediglich in einem negativen Licht erscheinen lässt.

Das Event hat diese Woche begonnen wird bis Anfang Dezember andauern. In diesem Zeitraum werden die Plakate gegen Tiershows an Bahnhöfen in Zhuhai und Umgebung hängen. Mit dem Slogan „Not Born to Perform“ (Nicht zum Auftreten geboren) wird die Grausamkeit hervorgehoben, die mit solchen Tiershows einhergeht.  

Die Poster sind das Ergebnis des diesjährigen Animals Asia Wettbewerbs, der lokale Designer dazu ermunterte, Bilder zu entwerfen, die künftigen Tiershows entgegengesetzt werden sollten.

Animals Asia ist eine von 31 Organisationen, die ihre Unterschrift unter einen Brief gesetzt hat, der von der Chinesischen NGO Natur Universität an das Kulturministerium geschickt wurde. Der Brief erinnert das Ministerium daran, dass es seinen eigenen Richtlinien entgegen handelt, denn das Ministerium für Wohnungsbau und städtisch/ländliche Entwicklung und das staatliche Amt für Forstwirtschaft hatten bereits ein Verbot von Tiershows erlassen.

Zu den internationalen Show-Acts des Events zählen unter anderem Elefanten und Schimpansen aus Thailand und Hunde-Shows. Laut einiger Berichte sollen sogar bengalische Tiger auftreten. Die Bedenken um die Veranstaltung wurden durch die Frage noch erhöht, wie die Tiere aus dem Ausland transportiert werden sollen.

Erst kürzlich hatten Aktivisten in Jinan einen Grund zum Feiern, als Proteste der Bevölkerung dazu führten, dass eine Tier-Show mithilfe lokaler Behörden abgesagt wurde. Das erste internationale Zirkusfestival in China wird allerdings nicht abgebrochen werden. Es stellt sich nun die Frage, weshalb die Richtlinien in diesem Fall ignoriert werden.

Animals Asia Direktor für Tierschutz, Dave Neale, sagte:

„Es sind riesige Investitionen getätigt worden und wir wissen, dass uns genau das entgegensteht. Es geht nicht nur um Zirkus – das Festival soll den Tourismus und Investitionen in der Region fördern. Wir argumentieren anders. Tier-Shows haben keinen Platz im modernen China und negative internationale Berichterstattung zu dem Festival schwächt Chinas Image weiter.

„Hier wurde gleich doppelt versagt: erstens, indem das Festival zugelassen wurde – woraufhin Negativschlagzeilen folgten, statt positiven Interesses. Und zweitens, mit dem völligen Versagen, moderne, internationale Einstellungen zu Tierquälerei zu verstehen. Wir hoffen, dass unsere Poster Touristen und Anwohner erreichen und dass sie zweimal nachdenken, bevor sie an den Veranstaltungen teilnehmen. In Tier-Shows zu investieren, um eine Region interessanter zu machen, ist ein völlig fehlgeleiteter Ansatz. Warum in eine aussterbende Industrie investieren?“

Animals Asia Gründerin, Jill Robinson, ergänzte:

„Erstaunlich ist, dass die Menschen in China nicht länger gewillt sind, Shows zu tolerieren, die so offensichtlich von der Ausbeutung und dem Leid der Tiere leben. Ein so großer Aufschrei wäre noch vor fünf Jahren undenkbar gewesen. Fakt ist, dass viele Menschen in China sehr viel mehr in Tieren sehen, als nur Spielzeug, das sie für wenige Sekunden zum Lachen bringt.“


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