Die bewegenden Bilder zeigen, dass sich die Haltung zum Tierschutz in China ändert

29. September 2013

 In den Augen vieler Menschen weltweit ist China immer noch ein Land, das eher mit Grausamkeit an Tieren als mit Tierschutz in Verbindung gebracht wird.

Doch die Teilnahme an dem von Animals Asia veranstalteten Plakatwettbewerb war überwältigend. Die Teilnehmer sollten uns Bilder schicken, die dazu geeignet sind, in einer Plakatkampagne gegen Tierschauen eingesetzt zu werden. Nicht nur die große Zahl der Einsendungen und die wunderbaren Designs haben die Preisrichter beeindruckt, sondern auch die offensichtliche und aufrichtige Emotion, die in den meisten Arbeiten sichtbar wurde.

Dave Neale, Direktor Tierschutz bei Animals Asia, sagte:

„2.000 Teilnehmer haben uns 2.153 Entwürfe geschickt. Wir waren sprachlos, als wir sie einzeln durchsahen und beeindruckt von der außerordentlichen Qualität, den Designs und den sehr bewegenden Motiven. Gemeinsam war vielen Entwürfen die Darstellung von Tierschauen aus der Sicht der Tiere – und das durch die Bilder spürbare Mitgefühl sehr bewegend.

„Das sichtbar gewordene Talent dabei ist faszinierend doch weiter wird klar, dass dies nicht nur eine wachsende Bewegung beschreibt, sondern ein landesweites Erwachen. Wenn Tierschutz in China noch am Anfang steht, so wird er doch schnell wachsen. Das Wirtschaftswachstum und der Unternehmergeist in China wird unterstützt durch ausgeprägte Kreativität und Vorstellungskraft. Die Dynamik dabei beeindruckt und daher wird die Botschaft noch weiter verbreitet und noch mehr beachtet.

„Solche Bilder gibt es sonst nirgends auf der Welt. Tierschutz wird oft nur als Import aus dem Westen gesehen – doch diese Bilder stammen rein aus China und sind daher umso ausdrucksstärker.“

Das Thema des Wettbewerbs war „Nicht zur Schau geboren“ (Not born to perform). Das Preiskomitee umfasste Personen aus den Bereichen Design, Zoohaltung und Werbung. Mit Jill Robinson, Gründerin von Animals Asia saß auch Chen Shaohua, der Designer des Olympia-Logos für Peking, mit unter den Preisrichtern.

Zusätzlich gab es noch eine Online-Abstimmung, an der mehr als 10.000 Personen teilnahmen. Insgesamt haben sieben Plakate einen Preis gewonnen. Eine Auswahl der Plakate wird auch eingesetzt um online den Widerstand gegen Tierschauen zu stärken. Auch in U-Bahnen und auf Bahnhöfen in chinesischen Städten werden Plakate zu sehen sein.

Jill Robinson, Gründerin von Animals Asia, ergänzte:

„Die Bilder sind beeindruckend und regen zum Nachdenken an. Dennoch haben alle in die Endauswahl gekommenen Beiträge dies erreicht, ohne die traurigen Bilder zu verwenden, die für uns, im Tierschutz aktiven, leider so „normal“ geworden sind. Die schockierende Wahrheit kommt von den Konzepten und dem offensichtlichen Mitgefühl mit solchen Zirkustieren. Die besten dieser Bilder gehen einem tagelang nicht aus dem Kopf.

„Zweifellos wird man in China über diese Bilder sprechen und sie werden die Menschen zum Nachdenken bringen – auch weil sie die Gedanken einer neuen Generation sind. Wenn diese Poster ein Zeichen dafür sind, ist diese neue Generation talentiert und voller Mitgefühl. Außerdem ist sie sich bewusst, dass sich etwas ändern muss. Dazu wollen sie ihren Teil beitragen.“ 


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