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Hilfe für die Bären, die versucht haben, sich durch die Gitterstäbe zu beißen

22. November 2013

Viele der Bären, die wir aus chinesischen Gallefarmen retten konnten, haben nach Jahrzehnten im Käfig versucht, sich buchstäblich durch die Gitterstäbe zu beißen. Sie leiden unter Zahnschmerzen und ständig wiederkehrenden Zahnproblemen, die einer besonderen Behandlung bedürfen.

Um diesem Zustand ein Ende zu bereiten, hat ein Zahnarztteam der China Agriculture University (CAU) in Beijing kürzlich unser Rettungszentrum in Chengdu besucht. Als Teil einer andauernden Zusammenarbeit hat das Team zunächst fünf Bären behandelt, die der Grausamkeit der Galleindustrie entkommen sind.

Jeder der 143 Bären in unserem Rettungszentrum erhält alle zwei Jahre einen Gesundheitscheck, bei dem auch die Zähne untersucht werden. Viele der Bären haben abgebrochene und stark verschlissene Zähne durch das Herumbeißen auf den Gitterstäben, unzureichende Ernährung oder durch das Beschneiden der Zähne durch Bärengallefarmer.

Das Animals Asia Tierarzt-Team hatte das Glück, an einer Zusammenarbeit mit Jin Yi Peng DVM PhD, Privatdozent und Leiter der Lehr- und Forschungsabteilung im tierärztlichen Fachbereich der China Agriculture University beteiligt zu werden.

Animals Asia China Bär- und Tierarzt-Teamchef Nic Field erklärt:

“Unsere Tierärzte haben herausgefunden, dass das Beißen auf den Gitterstäben einen irreversiblen Schmelzverschleiß verursacht. Wenn der Zahnschmelz nicht mehr vorhanden ist, werden die Zähne sensibler, schwächer und anfälliger für Brüche. Ein gebrochener Zahn ist schmerzhaft und es besteht außerdem ein hohes Infektionsrisiko.“

“Die Jahre der schlechten Ernährung auf Bärengallefarmen tragen ihren Teil dazu bei, dass die Zähne trotz normaler Aktivität der Bären anfälliger für Brüche sind. Sogar einfaches Spielen, Raufen oder Kauen kann mehr Schaden verursachen.“

Mehr als 10.000 Bären werden immer noch auf Bärengallefarmen in China gehalten, ca. 2.400 weitere in Vietnam. Die Bären leiden unter dem regelmäßigen Abzapfen ihrer Galle, die nicht nur in der traditionellen chinesischen Medizin verwendet wird, sondern auch in einer Reihe von Haushaltsprodukten.

Drei Absolventen der CAU, Cecilia Cheng, Zhang XinKe und Qiao Yan Chao arbeiteten zusammen mit dem Tierarztteam von Animals Asia. Unter der Leitung ihres Mentors, Dr. Jin, war das Team in der Lage, seine zahnmedizinischen Kenntnisse von großen und kleinen Tieren abzurufen – von Begleittieren, bis zu Chinas Kult-Pandas.

Animals Asia Gründerin, Jill Robinson ergänzte:

“In den meisten Fällen haben unsere Bären spezielle Bedürfnisse, die sich von denen ihrer Artgenossen in freier Wildbahn unterscheiden. Das ist eine Folge der Zeit auf den Gallefarmen. Neben den Schäden an inneren Organen, die durch das regelmäßige Abzapfen der Galle verursacht wurden, sind ihre Zähne auch immer Teil der Behandlung. Ihnen die Schmerzen zu nehmen, ist, was wir tun. Dies beginnt schon mit der ersten Operation, wenn die Bären bei uns ankommen, und wird durch andauernde tierärztliche Versorgung weiter fortgeführt. Nur wenn die Bären endlich schmerzfrei sind, können sie beginnen sich zu erholen.

 

„Wir danken Dr. Jin und seinem Team. Wir haben so viel gelernt, von dem die Bären auch weiterhin profitieren können. Ihre Liebenswürdigkeit und ihr Engagement für Tiere spricht absolut für sie.“


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