• RETTUNGSZENTRUM FÜR BÄREN IN CHINA

  • RETTUNGSZENTRUM FÜR BÄREN IN CHINA

Das chinesische Rettungszentrum für Bären in Chengdu war das erste Rettungszentrum von Animals Asia und auch das erste seiner Art auf der Welt. Es ist ein sicherer Ort für die geschundenen Bären, mit naturnahen Rehabilitationsbereichen und Bambuswaldgehegen, in denen die Bären sich für den Rest ihres Lebens geschützt fühlen und viel Spaß und Anregung haben können. Gleichzeitig dient das Zentrum auch der Forschung und Bildung.

Seit 2000, als die chinesische Regierung uns den Zugang zu einem verlassenen Rettungszentrum für Wildtiere gestattete und die ersten 63 geretteten Bären ankamen, ist das Zentrum kontinuierlich entwickelt und verbessert worden. Heute gibt es 11 Bärenhäuser und 15 natürliche und halbnatürliche Gehege, einschließlich zweier Gehege für alte oder in ihrer Bewegung eingeschränkte Bären, die spezieller Pflege benötigen, und einem gesonderten Gehege für Braunbären. So können wir hier bis zu ca. 250 Bären beherbergen (Bären mit spezieller Pflege benötigen mehr Platz). Viele der Beschäftigungsgeräte und Spielzeuge, die den Bären in ihren Gehegen große Freude bereiten, sind aus Materialien vor Ort gefertigt und hier von unserem eigenen Bärengarten-Bauteam errichtet worden.

Das Zentrum hat auch ein voll ausgestattetes Tierkrankenhaus, eine abgeschirmte Quarantäneabteilung, einen Verwaltungsbereich, ein Unterrichtszimmer für die öffentliche Aufklärungsarbeit, Unterkünfte für Angestellte und Arbeiter, eine Küche für die Mitarbeiterkantine, eine Küche für die Bären, einen Bärenfriedhof, einen Kräutergarten für den Anbau von natürlichen Alternativen zu Bärengalle und ein Makakengehege, das zwei Makaken beherbergt, die als Haustiere gehalten und konfisziert wurden. In den speziell angelegten Besichtigungsbereichen um drei Bärenhäuser herum können Angestellte und Besucher die Bären in ihren halbnatürlichen Gehegen aus der Nähe beobachten. Der Bau eines Zentrums für öffentliche Aufklärungsarbeit wurde bereits in die Wege geleitet.

Peter Egan at Animals Asia's bear<br>sanctuary in Chengdu, China

Peter Egan at Animals Asia's bear
sanctuary in Chengdu, China

Die Bären, die in unserem chinesischen Rettungszentrum ankommen, sind in einem fürchterlichen Zustand. Sie leiden an Tumoren und Infektionen im Bauchraum und haben oft Herz- oder Lebererkrankungen. Bis zu 90% der Bären haben außerdem eines oder mehrere der folgenden Symptome: fehlende Glieder, amputierte Pfoten, krankhaft veränderte Pfotenballen, gezogene Klauen, gezogene oder ausgebrochene Reißzähne und Blindheit. Darüber hinaus haben viele deformierte Gelenke und allgemeine Probleme mit der Beweglichkeit, da sie jahrelang, fast bewegungsunfähig, in viel zu kleinen Käfigen gehalten wurden, die oftmals nicht viel größer als ihr eigener Körper waren.

Trotz des bedauernswerten Zustandes, in dem sich die Bären bei ihrer Ankunft befinden, machen sie große Fortschritte bei der Genesung. Teilweise wohl wegen ihrer stoischen und belastbaren Natur, sicher aber auch wegen der professionellen Behandlung, die sie durch unser tierärztliches Team bekommen, das für seine Expertise auf diesem Gebiet weltweite Anerkennung erfährt. Auch unsere wunderbaren Mitarbeiter, Pfleger, Helfer und freiwillige Experten tragen viel dazu bei. Das umfangreiche Programm zum Tier- und Verhaltensmanagement, welches in beiden Rettungszentren durchgeführt wird, hilft außerdem, dass die Bären sich während ihrer Rehabilitation wohl fühlen.

Heute ist die Rettungsstation die Heimat von über 140 glücklichen und gesunden Bären, die miteinander in ihren Korbbetten kuscheln, aus den Ställen laufen um mit Freunden zu spielen, hoch auf arg strapazierte Bäume klettern, in die Badebecken springen, oder sich im Gras erholen und die frische Luft genießen, ganz unabhängig davon, ob sie körperliche Einschränkungen haben oder nicht.

Zwar ist das Rettungszentrum nicht für die Öffentlichkeit geöffnet, dennoch kommen pro Jahr etwa 3.800 Besucher, meist internationale oder chinesische Filmteams und Fotografen.

Die meisten Besucher nutzen die Tage der offenen Tür, die vierzehntägig stattfinden. Bis zu vier Gruppen mit maximal je 20 Personen können dann die Bären aus nächster Nähe betrachten und viel über die Grausamkeiten der Bärengallefarmen erfahren.

Das Zentrum arbeitet auch eng mit Schulen und anderen Bildungseinrichtungen zusammen. Für Studenten werden Sommercamps durchgeführt und aus den umliegenden Schulen kommen immer wieder Klassen zu Besuch.

Um Aufklärung über die harte Realität der Bärengalleindustrie an Besucher und die breite Öffentlichkeit zu bringen, verfügt das Rettungszentrum in Chengdu über einen öffentlichen Schulungsraum, in dem auch Fotos, Bärenkäfige und andere Utensilien von Bärengallefarmen ausgestellt werden. Diese Einrichtung spielt bei unseren Kampagnen eine zentrale Rolle. Sie soll bald um ein neues Ausbildungszentrum erweitert werden und einen großen Beobachtungsbereich bekommen, den Besucher und Forscher benutzen können, um die Bären in ihren Gehegen zu observieren.

Das Team ist auch stark an verschiedenen Arten der Bildungsarbeit außerhalb des Rettungszentrums engagiert. Die Mitarbeiter halten Workshops in Schulen und Universitäten, arbeiten mit Studenten der Veterinärmedizin und dem Personal in Zoos und Wildparks. Sie geben auch Präsentationen vor Studenten und Fachleuten der traditionellen Medizin, um mit ihnen über die tatsächliche Wirkung von Bärengalle und die Grausamkeiten in den Farmen zu diskutieren. Das Ziel ist, dass diese Mediziner eher ein Gelöbnis gegen, statt ein Rezept für Bärengalleprodukte ausstellen.

Das Ausbildungsprogramm, das von unseren Mitarbeitern erstellt wurde, trägt nicht nur zur Reputation der Rettungsstation als örtliches Zentrum für moralische Fragen und Umweltaspekte bei, es hat auch der Entwicklung des Tierschutzes in China ganz allgemein schon einen Riesendienst erwiesen.

Das Rettungszentrum für Mondbären von Animals Asia in China ist nicht für die breite Öffentlichkeit zugänglich. Da wir aber sehr viele Besuchsanfragen erhalten, gibt es jeden Monat zwei geführte Touren für unsere Unterstützer.  Sie werden entweder in englischer oder englisch/chinesischer Sprache gehalten, abhängig von der Zusammensetzung der Gruppe.

Jede Tour hat nur eine begrenzte Teilnehmerzahl. Sie ist exklusiv für Unterstützer von Animals Asia reserviert, die mindestens US$ 50 oder mehr gespendet haben. Denn nur dank unserer Spender ist es uns möglich, unsere Kampagne zur Schließung der Bärengallefarmen durchzuführen und das Rettungszentrum zu unterhalten, um hier für die von uns geretteten Bären bis an ihr Lebensende zu sorgen.

Wenn Sie uns mit einer Spende zum Unterhalt unseres Rettungszentrums unterstützen wollen, dann klicken Sie bitte hier. Als Spender erhalten Sie regelmäßige Updates zum Rettungszentrum und unserer Kampagne zur Schließung der Bärengallefarmen, aber auch Informationen über unsere anderen Kampagnen und Insidergeschichten über unsere Bären.

Unsere Tage der Offenen Tür sind begrenzt auf jeweils 20 Teilnehmer pro Tag: jeweils zwei Führungen am Vormittag um 9.00 Uhr und zwei am Nachmittag um 14.00 Uhr. Die Tour dauert jeweils 60 bis 90 Minuten. Bitte bedenken Sie, dass lediglich die Tour am Vormittag in englischer Sprache begleitet wird, bei den anderen Touren wird Mandarin gesprochen.

Nachfolgend finden Sie eine Auflistung unserer Termine für unsere Tage der Offenen Tür. Aus administrativen und organisatorischen Gründen ist es uns leider nicht möglich, Besucher außerhalb der genannten Tage auf unserem Gelände zu begrüßen und Touren durchzuführen. Bitte haben Sie dafür Verständnis.

2015:

Januar   17   31   Februar 7   14    
März   14   28   April 11   25    
Mai   9   23   Juni 6   13    
Juli   4   18   August 1   15    
September   5   12   Oktober 24   31    
November   7    21   Dezember 5   19    

 

Schicken Sie eine Email an info@animalsasia.de, wenn Sie unser Rettungszentrum besuchen möchten.

MEHR

Bärenprofile

Hier stellen wir Ihnen einige der „Kultbären“ in der Obhut der preisgekrönten Rettungszentren von Animals Asia in China und Vietnam vor:

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