• RETTUNGSZENTRUM FÜR BÄREN IN CHINA

  • RETTUNGSZENTRUM FÜR BÄREN IN CHINA

Das chinesische Rettungszentrum für Bären in Chengdu war das erste Rettungszentrum von Animals Asia und auch das erste seiner Art auf der Welt. Es ist ein sicherer Ort für die geschundenen Bären, mit naturnahen Rehabilitationsbereichen und Bambuswaldgehegen, in denen die Bären sich für den Rest ihres Lebens geschützt fühlen und viel Spaß und Anregung haben können. Gleichzeitig dient das Zentrum auch der Forschung und Bildung.

Seit 2000, als die chinesische Regierung uns den Zugang zu einem verlassenen Rettungszentrum für Wildtiere gestattete und die ersten 63 geretteten Bären ankamen, ist das Zentrum kontinuierlich entwickelt und verbessert worden. Heute gibt es 11 Bärenhäuser und 15 natürliche und halbnatürliche Gehege, einschließlich zweier Gehege für alte oder in ihrer Bewegung eingeschränkte Bären, die spezieller Pflege benötigen, und einem gesonderten Gehege für Braunbären. So können wir hier bis zu ca. 250 Bären beherbergen (Bären mit spezieller Pflege benötigen mehr Platz). Viele der Beschäftigungsgeräte und Spielzeuge, die den Bären in ihren Gehegen große Freude bereiten, sind aus Materialien vor Ort gefertigt und hier von unserem eigenen Bärengarten-Bauteam errichtet worden.

Das Zentrum hat auch ein voll ausgestattetes Tierkrankenhaus, eine abgeschirmte Quarantäneabteilung, einen Verwaltungsbereich, ein Unterrichtszimmer für die öffentliche Aufklärungsarbeit, Unterkünfte für Angestellte und Arbeiter, eine Küche für die Mitarbeiterkantine, eine Küche für die Bären, einen Bärenfriedhof, einen Kräutergarten für den Anbau von natürlichen Alternativen zu Bärengalle und ein Makakengehege, das zwei Makaken beherbergt, die als Haustiere gehalten und konfisziert wurden. In den speziell angelegten Besichtigungsbereichen um drei Bärenhäuser herum können Angestellte und Besucher die Bären in ihren halbnatürlichen Gehegen aus der Nähe beobachten. Gerade wird auch ein Zentrum für die öffentliche Aufklärungsarbeit gebaut, das 2013 eröffnet werden soll.

Peter Egan at Animals Asia's bear<br>sanctuary in Chengdu, China

Peter Egan at Animals Asia's bear
sanctuary in Chengdu, China

Die erwachsenen Bären, die wir in Vietnam aufnehmen, leiden an vielen verschiedenen körperlichen Gebrechen, wie Schäden an der Gallenblase, Vernarbungen im Bauchraum und Gallensteinen durch stümperhaftes Abzapfen ihrer Galleflüssigkeit und abgebrochenen und infizierten Zähnen aufgrund schlechter Ernährung. Ihnen fehlen Füße oder ganze Gliedmaßen, die sie verloren haben, als sie in der freien Wildbahn gefangen wurden. Sie haben verschiedene Augenkrankheiten, unterentwickeltes Knochenwachstum, Arthritis und Brüche, Herzkrankheiten, Tumore, verdickte und gespaltene Füße durch Stehen auf Gitterstäben, traumatische Wunden und Verletzungen, Haut- und Ohreninfektionen und Fellausfall durch Scheuern. Außerdem reicht ihr körperlicher Zustand von ausgemergelt bis fettleibig, weil sie bewegungsunfähig gehalten und völlig unzureichend gefüttert wurden. Dazu kommt noch, dass viele von ihnen verängstigt, wütend und frustriert sind.

Wir erhalten auch viele Junge, manche von ihnen wurden ihren Müttern weggenommen, noch bevor sie völlig entwöhnt waren. Da diese Kleinen sehr anfällig für Stress sind und leicht Angst bekommen, müssen sie in einer ruhigen und geschützten Umgebung sein und eine sorgfältig ausgewogene Diät erhalten, damit sie gesund bleiben. Junge Bären brauchen auch viele Anreize, also haben wir ihre Unterkünfte mit Spielgeräten ausgestattet, die genau auf ihre Bedürfnisse zugeschnitten sind.

Neben jungen und erwachsenen Mondbären beherbergt das vietnamesische Rettungszentrum auch Malaien- oder Sonnenbären, die oft einzeln in Freizeitparks oder Restaurants als Ausstellungsstücke gehalten und manchmal auch zur Gallegewinnung missbraucht wurden. Die Sonnenbären haben im Zentrum ihr eigenes Gehege.

Trotz des schlechten Zustandes, in dem viele Bären bei uns ankommen, erholen sich die meisten gut von ihrer Tortur. Das ist teilweise auf ihre stoische und widerstandsfähige Natur zurückzuführen, aber auch auf die professionelle Pflege, die sie von unserem Tierarztteam, unseren Managern, Arbeitern und erfahrenen ehrenamtlichen Mitarbeitern vor Ort erhalten und unser umfassendes Verhaltens- und Veterinärmanagementprogramm.

Obwohl das vietnamesische Rettungszentrum offiziell nicht für die Öffentlichkeit zugänglich ist, bietet unser Team zweimal im Monat den ganzen Tag Führungen für kleine Gruppen angemeldeter Besucher an. Als Teil des Bildungsprogramms für die Öffentlichkeit des Zentrums hat das Team Präsentationen und Workshops zu den Themen Schutz und Wohlbefinden von Bären und allgemeine Tierethik- und Umweltfragen entwickelt, die wir in Schulen und Universitäten halten.

2010 hat das Team in Vietnam 150 Ärzte der traditionellen Medizin (TM) zur Verwendung von Galle befragt, um herauszufinden, in welchem Ausmaß Bärengalle eingesetzt wird. Diese Umfrage wurde 2012 auf ca. 70.000 Ärzte ausgeweitet. Das Team arbeitet nun eng mit der vietnamesischen Organisation für traditionelle Medizin zusammen, um basierend auf den Umfrageergebnissen ein Aufklärungsprogramm zu entwickeln, dass das Bewusstsein der Öffentlichkeit und TM-Ärzte dafür schärft, dass es auch pflanzliche Alternativen zu Bärengalle gibt. Als Teil dieses Programms wird im Zentrum ein Kräutergarten angelegt, in dem viele der 54 Alternativen zu Bärengalle angepflanzt werden.

Durch die harte Arbeit des Teams und seine Bereitschaft, seine Erfahrungen mit anderen Nichtregierungs- und Tierschutzorganisationen und Parkbehörden zu teilen – und seine Fähigkeit, berühmte Persönlichkeiten und Politiker wie das ehemalige Nationalversammlungsmitglied Professor Nguyen Lan Dung zur Zusammenarbeit zu bewegen – ist das vietnamesische Bärenrettungszentrum zur wichtigsten Anlaufstelle für die öffentliche Aufklärungsarbeit über Bärengallefarmen und Bärenschutz und -wohlergehen in Vietnam geworden. Das Bärenteam führt auch wichtige Forschungen zum Bärenverhalten, den negativen Auswirkungen der Galleindustrie auf die geistige und körperliche Gesundheit der Bären und den möglichen Risiken der Galleverwendung durch.

Wenn der Bau der Bärenanlagen im Zentrum abgeschlossen ist, werden wir ein Besucherbildungszentrum einrichten, das über die Auswirkungen der Bärengallegewinnung auf die Gesundheit der Bären und ihr drohendes Aussterben in der freien Wildbahn aufklären wird.

Das Rettungszentrum für Mondbären von Animals Asia in China ist nicht für die breite Öffentlichkeit zugänglich. Da wir aber sehr viele Besuchsanfragen erhalten, gibt es jeden Monat zwei geführte Touren für unsere Unterstützer.  Sie werden entweder in englischer oder englisch/chinesischer Sprache gehalten, abhängig von der Zusammensetzung der Gruppe.

Jede Tour hat nur eine begrenzte Teilnehmerzahl. Sie ist exklusiv für Unterstützer von Animals Asia reserviert, die mindestens US$ 50 oder mehr gespendet haben. Denn nur dank unserer Spender ist es uns möglich, unsere Kampagne zur Schließung der Bärengallefarmen durchzuführen und das Rettungszentrum zu unterhalten, um hier für die von uns geretteten Bären bis an ihr Lebensende zu sorgen.

Wenn Sie uns mit einer Spende zum Unterhalt unseres Rettungszentrums unterstützen wollen, dann klicken Sie bitte hier.  Als Spender erhalten Sie regelmäßige Updates zum Rettungszentrum und unserer Kampagne zur Schließung der Bärengallefarmen, aber auch Informationen über unsere anderen Kampagnen und Insidergeschichten über unsere Bären.

Unsere Tage der Offenen Tür sind begrenzt auf jeweils 20 Teilnehmer pro Tag: jeweils zwei Führungen am Vormittag um 9.00 Uhr und zwei am Nachmittag um 14.00 Uhr. Die Tour dauert jeweils 1 – 1,5 Stunden. Bitte bedenken Sie, dass lediglich die Tour am Vormittag in englischer Sprache begleitet wird, bei den anderen Touren wird Mandarin gesprochen.

Nachfolgend finden Sie eine Auflistung unserer Termine für unsere Tage der Offenen Tür. Aus administrativen und organisatorischen Gründen ist es uns leider nicht möglich, Besucher außerhalb der genannten Tage auf unserem Gelände zu begrüßen und Touren durchzuführen. Bitte haben Sie dafür Verständnis.

 

2014

11. und 18. Januar                     14. und 21. Februar

14. und 28. März                         11. und 25. April

9. und 23. Mai                              13. und 20. Juni

11. und 25. Juli                             8. und 22. August

19. und 26. September               17. 24  und 31. Oktober

14. November                              12. und 19. Dezember

 

Schicken Sie eine Email an info@animalsasia.de, wenn Sie unser Rettungszentrum besuchen möchten.

MEHR

Bärenprofile

Hier stellen wir Ihnen einige der „Kultbären“ in der Obhut der preisgekrönten Rettungszentren von Animals Asia in China und Vietnam vor:

ZURÜCK 
X