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#moonbearmonday: Eine Bärenrettung mit dem Segen Buddhas

4. August 2014

Buddhist monk blesses Nhan Ai - as media looks on

Mondbärin Nhan Ais 1.600 Kilometer lange Reise zu Animals Asias vietnamesischem Rettungszentrum begann mit einer buddhistischen Segnung.

Nhan Ai wurde für die Galleextraktion gefangengehalten. Mittlerweile ändert sich die Einstellung der vietnamesischen Bevölkerung gegenüber der Bärengallegewinnung und so entschied der 80-jährige Phan Thanh Dai sich dafür, der Bärin die Freiheit zu schenken und kontaktierte Animals Asia. Dai bat anschließend einen buddhistischen Mönch, Nhan Ai seinen Segen zu verleihen und ihr alles Gute für ihr zukünftiges Leben in Freiheit zu wünschen.

Die Segnung spiegelt Dais Reue gegenüber der Bärin wider, die wir im Lunarmonat Juli gerettet haben. Juli ist der Monat des „Geisterfestes“, das in der vietnamesischen Tradition als die Zeit gilt, in der „aus der Hölle erlösten, verdammten Seelen verziehen wird“.

Nhan Ai wurde vom Ehepaar Dai seit 1999 gehalten. Damals war sie noch ein Welpe von 5 kg. Heute bringt sie 150 kg auf die Waage.

Nhan Ai before rescue

Der Gesundheitscheck vor Ort ergab, dass Nhan Ai transportfähig war. Sie wies jedoch  Anzeichen chronischen Stresses auf, wie abgenutzte Krallen und verschlissenes Fell an den Hinterpfoten, die aus stereotypem Verhalten resultierten, sowie abgenutzte Zähne wegen andauernden Zähneknirschens.

Nach einer dreitägigen Reise erreichte Nhan Ai Animals Asias Rettungszentrum für Bären in Tam Dao, zwei Stunden von der vietnamesischen Hauptstadt Hanoi entfernt. Sie wird dort einer ausführlichen Gesundheitsuntersuchung unterzogen und anschließend mindestens 45 Tage in Quarantäne verbleiben.

Annemarie Weegenaar, Direktorin Bären- und Veterinärteam, Vietnam:

„Nhan Ai hat sich gut bei uns eingefunden und liebt es zu fressen. Besonders mag sie Obst; verschmäht aber auch ihr Gemüse nicht. Sie befindet sich jetzt in einer Quarantänebehausung und wird wann immer möglich von unserem Pflegeteam mit Leckerlies verwöhnt. Nhan Ai ist auch ein großer Fan der Bananenblätter, die wir ihr zum spielen und einnisten geben. Wegen der Vielfältigkeit ihres neuen Futters wird sie sich wahrscheinlich vorkommen wie im Paradies. Doch ihre Ernährung wird nur ein Teil eines, was wir hoffen, langen und gesunden Lebens sein.“

Die vietnamesische Sängerin Thu Minh, vor Kurzem zu Besuch im vietnamesischen Bärenrettungszentrum, gab Nhan Ai ihren Namen. Er bedeutet „Barmherzigkeit“.

Sängerin Thu Minh:

„Menschen sollten Barmherzigkeit gegenüber wilden Tieren, wie diesen Bären, üben und unbedingt aufhören, Bärengalle zu verwenden. Es gibt Alternativen, und so besteht kein Grund mehr, Bären ein Leben lang in Schmerzen leiden zu lassen. Barmherzigkeit ist es, was Nhan Ai bei Animals Asia und deren liebevollen Helfern erfahren wird.“

Tuan Bendixsen , Landesdirektorin von Animals Asia Vietnam, würdigt den Einsatz aller bei der Rettung Beteiligter:

„Nhan Ai ist der fünfte Bär, den Animals Asia in Vietnam retten konnte und der zweite, der uns freiwillig von seinen Bärenfarmern übergeben wurde. Wir sind überglücklich, Nhan Ai jetzt ein erfreuliches Leben bieten zu können. Unser aufrichtiger Dank gilt der Dak Lak Forest Protection (Forstschutz Dak Lak) und Herrn Dai sowie seiner Familie, die nicht nur dafür verantwortlich waren, dass Nhan Ai befreit werden konnte, sondern die Rettung auch tatkräftig unterstützten."

Animals Asias Rettungsteam bestand aus Tuan Bendixen, dem leitenden Veterinär Joost Philippa, Ung Toan The, Beamter für auswärtige Angelegenheiten und Bärenarbeiter Dai Chau Tuan.

Nhan Ai in her transport cage


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