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Gewinner des Stipendiums: “Ich werde die Standards beim Tierschutz in China anheben”

29. September 2013

Der erste Gewinner eines Stipendiums von Animals Asia sagte, dass sie die Person sein will, die in China die Standards des Tierschutzes in der Arbeit der Tierärzte anheben will.

Yang Jing Jing, eine klinische Pathologin in China hat das MSc Stipendium für International Welfare and Law von Animals Asia gewonnen. Damit kann Yang auf diesem Gebiet studieren und weiter voll ihre derzeitige Tätigkeit weiterführen, bei der sie mit Tierärzten aus ganz China zusammenarbeitet.

Yang, die in Shanghai lebt, schrieb in ihrer Bewerbung:

„Die Idee des Tierschutzes steht in der chinesischen Gesellschaft erst am Anfang ihrer Entwicklung. Selbst für die Mehrzahl der Tierärzte, die direkt mit Tieren arbeiten. Denn in unserer Ausbildung fehlt eine diesbezügliche systematische Unterweisung und viele Richtlinien beim Tierschutz die eingehalten oder optimiert werden sollten, werden wegen fehlender Kenntnisse oder fehlendem Verständnis ignoriert.“

Weiter schrieb sie unter Bezugnahme auf einen Besuch eines chinesischen Zoos:

„Einige der Tierärzte sagten mir: ‚Den Tieren geht es bereits sehr gut. Sie haben genügend Wasser, genügend Futter und einen Platz zum schlafen. Sie haben es besser als viele Menschen.‘

„Ich versuche immer zu erklären, was alles zum Tierschutz gehört und dass wir mehr Anregungen für die Tiere bereitstellen müssen neben der Abdeckung ihrer Grundbedürfnisse. Auch in Kliniken finde ich dieselbe Ignoranz bei Tierärzten. Viele behandeln nur die Krankheit eines Tiers und sehen dabei nur den Profit des Hospitals. Die meisten haben schon vom Tierschutz gehört doch man muss sie ihnen wieder nahebringen, damit  dessen Prinzipien in die tägliche Praxis einfließen.

„Ich möchte die Person sein, die die Standards des Tierschutzes in der tierärztlichen Praxis anhebt.“

Im Rahmen ihrer Studien wird Yang Berichte verfassen und Vorträge zu zahlreichen Themen aus dem Bereich des Tierschutzes halten, die bei der fachlichen Weiterbildung der Tierärzte zum Einsatz kommen sollen. So die Definition der Rolle von Tierärzten im Tierschutz und wie sie zur Verbesserung des Tierwohls beitragen können. Yang wird sich auch mit weiter gefassten Richtlinien wie der angemessenen Behandlung von Tieren und der Ausbildung von Besitzern von Haustieren beschäftigen. Das Stipendium bringt ein Fernstudium am Jeanne Marchig International Centre for Animal Welfare Education (JMICAWE) in der Universität von Edinburgh.

Dave Neale, Direktor für Tierschutz bei Animals Asia sagte:

„Yang war eine herausragende und ehrgeizige Kandidatin und wir freuen uns sehr, ihr dieses Stipendium antragen zu können. Sie ist voll auf ihre Aufgabe fixiert und erkennt die Gebiete in denen sie helfen und etwas bewirken kann. Hinter dem Stipendium steht die Idee, die Vorreiter im Tierschutz in Asien zu finden.  Wir glauben, dass wir damit Yang helfen können, ihre Expertise weiter zu entwickeln im Bewusstsein, dass diese an Tierpfleger in ganz China weitergegeben wird. Dies ist eine Investition in eine bessere Zukunft für die Tiere in China.“

Jill Robinson, Gründerin von Animals Asia ergänzte:

„In China wächst der Widerstand gegen Grausamkeit an Tieren.  Diese Bewegung wächst und genau so wie wir dafür in der Regierung und in den Medien und in der Gesellschaft als Ganzes Menschen brauchen, die dafür stehen, brauchen wir sie auch dort wo Menschen direkt mit Tieren arbeiten um das Wissen dort zu verbreiten und etwas zu bewirken. Yang hat die Zuversicht und den Wunsch nicht nur zu lernen, sondern das gelernte auch weiter zu geben. Sie hat sich gemeldet und sie möchte die eine sein, die den Wandel einleitet. Wir freuen uns, ihr die Möglichkeit dazu zu geben.“


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