´Jill Robinson: Im Herzen einer Bärenrettung

25. April 2014

Jill Robinson on a bear rescue

Jill Robinson: Im Herzen einer Bärenrettung

Während sich Animals Asia bereit macht für die weltweit größte Rettungsaktion für Bären und um 28 kranke Bären über 1.200 km von Guangxi nach Sichuan zu transportieren, geht Jill Robinson, Gründerin und CEO von Animals Asia, der Frage nach, wie es im Herzen einer solchen Rettungsaktion aussieht.

Vom Nächtelang im Bus schlafen, über Notoperationen am Straßenrand, der Suche nach vegetarischem und veganem Essen im Hinterland Chinas. Für die Bären hat Jill all das schon durchstanden.

Die größte bisher von Animals Asia überführte Zahl von Bären waren die 10 Bären, die 2010 von Shandong nach Chengdu gebracht worden waren. Der Sprung auf 28 Bären ist bemerkenswert, doch Jill ist davon nicht beunruhigt.

„Technische Details oder die Zahl der betroffenen Tiere machen mich nicht nervös. Denn ich weiß, dass wir darauf vorbereitet sind. Ich kenne kein anderes Team als unseres, das bei Notfallaktionen so engagiert ist. Eine gut geölte Maschine mit Regeln selbst für Vorschriften – von der Kontrolle von Menschenansammlungen bis hin zu Notoperationen.“

Dem Team hilft dabei die wachsende Unterstützung, die es auf jedem Schritt der Reise erfährt.

„Es gibt keine Worte, um den Stolz auszudrücken, den ich bei Rettungsaktionen spüre. Viele, die unser Logo auf dem Lastwagen oder auf T-Shirts und Jacken sehen lächeln und geben uns aufmunternde Zeichen. Menschen kommen herbei und versuchen Englisch zu sprechen und uns zu sagen, dass sie uns bei allem unterstützen.“

Doch das Wohlergehen der Bären steht an erster Stelle und große Neugierde kann zu Problemen führen. Es ist wichtig, dass wir die Zuschauer von den Bärenkäfigen fern halten. Zu ihrer eigenen Sicherheit und der Sicherheit der Bären.

„Die Menschen sind sehr gespannt, die Bären zu sehen und es spricht sich schnell herum. Selbst bei einem Stopp, um zu tanken oder um nach den Bären zu sehen ist genug Zeit, damit eine Menschenmenge zusammenkommt. Sie im Zaum zu halten ist entscheidend, um unserer Verantwortung für Bären und Publikum gerecht zu werden.“

„Während der Aktion macht mir der Stress für die Bären am meisten Sorge. Das kann nicht schön sein in einem Käfig und in der Gegend durch die wir kommen. Wir wissen, dass sie gut aufgehoben sind – doch wie sage ich das den Bären? Zweifellos erinnern sie sich an vergangene schlechte Erfahrungen und werden wieder defensiv, aggressiv, verwirrt, aufgeregt, verängstigt. Wir können ihnen das nicht erklären, doch wir versuchen alles um ihr Leben besser zu machen durch liebevolle Pflege und viele Leckerbissen.“

Für den Trip von Nanning nach Chengdu rechnen wir mit etwa 24 Stunden ununterbrochener Fahrt. Weniger als bei einigen vorherigen Aktionen. Doch Jill nimmt nichts als gegeben hin:

„Wir hoffen auf eine problemlose Fahrt doch wir sind auf alles vorbereitet. Vielleicht müssen wir drastische Eingriffe machen und wir müssen darauf vorbereitet sein. Wie zerschlagen Du Dich fühlst, immer musst Du mit allen Sinnen dabei sein.“

Bereit sein bedeutet, vieles dabei zu haben: Frisches Wasser, Feuchttücher, eine Zahnbürste und ausreichend Snacks. Doch auch eine umfangreiche Sammlung von Gerätschaften, Medikamente, Futter und Dinge zur Anregung damit die Bären es sicher und bequem haben.

Schlaf gibt es während einer Bärenrettung eher wenig. Doch Jill besteht darauf, dass jeder zumindest einige Stunden davon bekommt, da die Arbeit bei der Ankunft noch nicht vorbei ist. Die Bären müssen ausgeladen werden, die Tierärzte und Bärenmanager müssen sich absprechen und die Informationen an die Verwaltung und die Abteilung für Öffentlichkeitsarbeit weitergeben. Dann gibt es vielleicht auch Treffen mit Vertretern und den Medien.

Doch egal ob weitere Beteiligte bei der Ankunft da sind oder nicht, Jill kann sich darauf verlassen, dass das Team in Chengdu bereit ist.

„Ich muss mich bei allen dort in Chengdu bedanken – bei der Verwaltung, den Köchen, dem Reinigungspersonal, bei allen. Wenn wir zurück sind, wann auch immer, erwartet uns Essen und viele der Mitarbeiter werden da sein, um die Bären zu begrüßen. Für ein müdes Team ist das der bestmögliche moralische Ansporn."

Das Video zu Cages of Shame zeigt Animals Asia´s grösste Rettung bislang, die Rettung von 10 Bären aus Shandong 2010:

 

Falls das Video nicht korrekt dargestellt wird, klicken Sie hier .


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