Zehntausende Menschen in China drücken ihre Liebe für Mondbären aus

20. Mai 2013

Ein Monat voller Aktionen, um das Bewusstsein über die Bärengallefarmen in China zu erhöhen und die Mondbären in China zu feiern, hat 30.000 Menschen zur Teilnahme animiert.

Aktionen fanden an Grund- und Mittelschulen bis hin zu Universitäten statt. Selbst Mitarbeiter in Einkaufszentren machten begeistert mit. So Mitarbeiter im Einkaufszentrum Hualin in Chengdu, die ihren Platz verlassen durften um ein riesiges Herz zu bilden, um den Kunden so ihre Mondbärenliebe zu zeigen.

Das fiel zusammen mit außergewöhnlichen Aktionen junger Menschen in China. Tausende Schulkinder kamen auf Spielplätzen und Schulhöfen zusammen - sie standen, lagen oder saßen zusammen, um riesige Worte und unterstützende Bilder zu formen.

In der Jixianli Grundschule in Tanjin legten sich hunderte Kinder auf den Boden um das Gesicht eines riesigen Bären zu formen. Der Eifer der Kinder der Taiyuan Chaoyang Street Grundschule war so groß, dass selbst 30 cm Schnee sie nicht abhalten konnten, zusammenzukommen, um ihre ganz persönliche Botschaft zu schreiben. Ihre bunte Kleidung stach vor dem weißen Hintergrund besonders hervor.

An der Ordos Schule, die zur Universität von Peking gehört, bildeten Hunderte die Form eines riesigen Bären nach - ein Mondbär, der so groß war, dass er nur mit einem (gespendeten) Hubschrauberflug sauber zu fotografieren war.

Ursprünglich unter dem Namen "Love Moon Bear weeks" bekannt, sind die Aktionen und die Unterstützung immer weiter gewachsen und dauern jetzt einen ganzen Monat. Im vergangenen Jahr machten 28 Schulen mit. Dieses Jahr waren es mit 57 mehr als doppelt so viele. Dabei waren 20 Städte aus 16 Provinzen.

Mitarbeiter von Animals Asia leiteten die Aktionen von ihrer Basis in Chengdu aus und wurden dabei von vielen Hundert Freiwilligen im ganzen Land unterstützt. Weitere Aktionen umfassten Workshops und Trainings zum Thema Tierschutz. Alle Teilnehmer unterschrieben dabei eine Verpflichtung, nie Bärengalle zu verwenden.

Anderswo gab es an Universitäten Stände und Aktionen von Freiwilligen in Bärenkostümen, die zur Belustigung der Passanten in den Straßen tanzten.

Jill Robinson, Gründerin von Animals Asia sagte:

"Ich konnte zum Glück bei einigen Veranstaltungen dabei sein und die Begeisterung und Hingabe der Teilnehmer selber erleben. Für uns aus dem Westen ist es manchmal nicht einfach die Opposition in China gegen den Gebrauch von Bärengalle einzuschätzen. Doch sie ist groß. Wir sprechen hier von Millionen Menschen. Die sich für die Bären einsetzen. Alles deutet darauf hin, dass die überwältigende Mehrzahl der Menschen dagegen ist. Die öffentliche Unterstützung schwankt nicht. Die Menschen in China haben ihre Meinung hier eindeutig klar gemacht. Im Lauf der Jahre war die Kampagne gegen Bärengallefarmen oft eine sensible Geschichte. Doch heute ist es klar, dass dieses Thema jetzt in der Öffentlichkeit angekommen ist und selbst Schulen sich engagieren. Die Unterstützung und die Zahlen wachsen beständig.

"Bei der Planung dieser Veranstaltungen waren wir überflutet von Anfragen von Menschen die teilnehmen wollten. Sie wollten etwas schaffen, helfen, spenden, etwas unterschreiben, singen, tanzen, unterhalten - sie wollten sich hinter das stellen für das Animals Asia steht. So wie wir Schulter an Schulter zu den Tierschutzaktivisten und jetzt auch der Öffentlichkeit in China stehen. Die Menschen wollen sagen können, dass sie mitgeholfen haben, wenn das Ende der Bärengallefarmen schließlich kommt. All dies war eine Mammutaufgabe und unsere Mitarbeiter haben rund um die Uhr gearbeitet, damit sie möglich wurde - wir sollten erschöpft sein - doch es hat uns stattdessen neue Kraft gegeben. Es war unglaublich."


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