Bessere Bedingungen für gefangene Tiere - Animals Asia vermittelt fortgeschrittenen Unterricht für Veterinäre

20. September 2012

Leitende Veterinäre aus ganz China kamen zu einem Seminar über fortschrittliche tierärztliche Techniken zur Verbesserung der Lebensbedingungen von Tieren im Zoo von Peking zusammen. Das Seminar vom 17. bis 19. September 2012 brachte eine Elitegruppe der 30 besten Tierärzte aus Chinas Zoos zusammen, um das Wissen und den Standard der tiermedizinischen Betreuung in ihren Zoos zu verbessern.

Das erste International China Veterinary Symposium wurde von der China Association of Zoological Gardens (CAZG) zusammen mit dem Zoo in Peking organisiert. Die CAZG ist die Regierungsbehörde, die für die Vorschriften in den Zoos in China zuständig ist.

Der Ablauf der Veranstaltung, mit sachkundigen Gastsprechern, wurde von Animals Asia und dem Jeanne Marchig International Centre for Animal Welfare Education, zusammengestellt, das zur Royal (Dick) School of Veterinary Studies an der Universität von Edinburgh gehört.

Das Symposium bot zusätzlich zur Theorie Fallstudien, Videos, praktische Beispiele und Diskussionsgruppen. Die behandelten Themen umfassten:

  Vorbeugende Medizin
  Tierschutz
  Verhalten und mentale Gesundheit
  Erkennen von Schmerz und Schmerzbehandlung
  Sichere und wirkungsvolle Narkose bei Vögeln
  Augenheilkunde bei exotischen Tieren
  Krankheiten bei Amphibien und Reptilien
  Techniken der Autopsie

Es gab auch einen interaktiven Pathologieworkshop für Zootiere und eine Diskussion über Fallbeispiele, die von den Zoos gestellt wurden.

Neben der Vermittlung praktischer Fertigkeiten an die Tierärzte, die zur Verbesserung des Tierwohls und zur Kontrolle von Krankheiten in den Zoos von den Tierärzten benötigt werden, wurde auf dem Workshop stets die Wichtigkeit der Verbesserung der Lebensbedingungen der Tiere in den Zoos betont.

 

David Neale, Direktor für Tierschutz bei Animals Asia sagte: “Die Ethik der Versorgung wilder Tiere in Gefangenschaft ist oft komplex und sensibel. Doch es ist wichtig, die Tatsache festzuhalten, dass viele Wildtiere dauerhaft in zoologischen Sammlungen leben und dass die Gemeinschaft der Veterinäre in den Zoos eine Verantwortung hat, die Gesundheit und das Wohlergehen dieser Tiere wirkungsvoll zu sichern.”

Zu den Fachreferenten zählten:

Monica Bando, Leitende Tierärztin, Animals Asia
Heather Bacon, Managerin für Aufklärung und Verbreitung des Tierwohlgedankens beim Jeanne Marchig International Centre for Animal Welfare Education
Claudia Hartley, Leitende Klinikärztin für Augenheilkunde, Animals Health Trust
Mark Stidworthy, Veterinärpathologe, International Zoo Veterinary Group
Romain Pizzi, Professor für Zoo- und Wildtierheilkunde und Tierarzt, Edinburgh Zoo

Alle Referenten haben ihre Zeit und Expertise ohne Kosten zur Verfügung gestellt, um den internationalen Ideen- und Erfahrungsaustausch zum Thema Gesundheit und Wohlergehen bei Zootieren zu fördern.

Heather Bacon begrüßte bei ihrer Rede auf der Veranstaltung die Gelegenheit, fortschrittliche Methoden der Tierpflege und Veterinärversorgung für Zootiere zu fördern. Sie sagte dazu: "Die schiere Existenz von Zoos kann ein widersprüchliches Thema sein. Doch die Zusammenarbeit beim Tierschutz in einem konstruktiven und praxisorientierten Forum kann das Leben vieler Tiere verbessern, die realistischer Weise für die vorhersehbare Zukunft ständig in Zoos leben müssen."


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