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Bildung ist der Schlüssel zur Verwandlung zu Bärenpflegern

27. August 2014

Nanning and Chengdu staff together in Nanning July 2

Die Wandlung von einem Bärenwärter auf einer Bärengallefarm zum Bärenpfleger eines Rettungszentrums ist eine schwierige und potentiell kontroverse Angelegenheit.

Während der laufenden Trainings auf der Nanning-Bärenfarm – der ehemaligen Bärengallefarm, die Animals Asia in ein Rettungszentrum verwandelt – besuchten vier ehemalige Farmarbeiter das Rettungszentrum der regierungsunabhängigen Tierschutzorganisation im chinesischen Chengdu.

Der Austausch befindet sich im Einklang mit Animals Asias Grundsätzen, nach denen der Unterschied zwischen Tierquälern und Tierschützern zum großen Teil eine Frage der Bildung ist.

Liang Meilu, Qin Dalei Ruan Chaoxi und Huang Shuyu verbrachten jeweils eine Woche an der Seite erfahrener Bärenpfleger. Sie lernten den Arbeitsalltag im Rettungszentrum kennen, der Dinge wie Pflegeroutinen, Fütterung, Verhaltensanreicherung, Teammeetings und Berichterstattung umfasst.

Die Entscheidung zu diesem Projekt fiel, als die harte Arbeit des Teams deutlich wurde und es seine Bereitschaft zu lernen zeigte.

staff learning food prep

Die neuen Rekruten kamen auch in den Genuss einer Besprechung mit der leitenden Veterinärin Mandala Hunter-Ishikawa zu den gesundheitlichen Auswirkungen der Bärengalleabzapfungen.

Die Gelegenheit zu Schulungen und die Erfahrung, ein funktionierendes Rettungszentrum kennenzulernen, sind weit vom Alltag der ehemaligen Bärenwärter entfernt, die auf der Bärenfarm in Nanning Routineaufgaben durchführten und das ohne oder mit schlechter Ausbildung.

Nic Field, Direktor Bären- und Veterinärteam:

„Das neue Personal griff die neuen Konzepte bereitwillig auf und zeigte echtes Interesse und Mitgefühl für die Bären und unsere Arbeit. Ich war so stolz zu sehen, wie unser Bärenteam mit großem Eifer sein Wissen und seine Erfahrung teilte – ein Zeugnis für die Wirksamkeit der Hilfe zur Selbsthilfe, und ein Symbol dafür, wie der Tierschutz in Chinas Bewusstsein Einzug findet.“

Seit Animals Asia den Betrieb der Farm übernommen hat, nahm das ehemalige Farmpersonal an Schulungen teil, die sich an den Richtlinien unserer Bärenarbeiter orientieren.

Während nicht alle ehemaligen Bärenfarmer den Anforderungen gerecht werden können, werden diejenigen, die die Fähigkeit und den Willen zum Lernen zeigen, mit einer Ausbildung belohnt, die notwendig ist um ein Teil der Animals-Asia-Familie zu werden.

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Heidi Quinn, leitende Bärenmanagerin:

„Der Schlüssel zum Erfolg dieses Projekts ist die Umschulung des ehemaligen Farmteams. Wir verändern langsam die Einstellung der Leute, öffnen die Herzen der ehemals auf der Bärenfarm Beschäftigten und zeigen ihnen, was es heißt, einem Bären mit Mitgefühl zu begegnen und ihn als Individuum wahrzunehmen. Letztendlich bringen sie Repräsentanten für den Tierschutz hervor, die ihre Botschaft unter ihren Freunden und Familien verbreiten. Ein Dominoeffekt, der einmal angestoßen nicht mehr gestoppt werden kann.“

Das neue Wissen beflügelt sie und ist weit entfernt von den niedrigen Arbeiten, die sie vorher machen mussten. Ich weiß selber, dass man sogar nach fast 13 Jahren Arbeit an Seite der Tiere jeden Tag etwas neues lernt und niemals damit aufhört."

Jill Robinson, Gründerin und Vorstand von Animals Asia:

Wenn wir glauben, dass Bildung der Schlüssel unserer Arbeit, den Tierschutz in China und Vietnam zu fördern ist, müssen wir anerkennen, dass persönliche Einstellungen sich ändern können, wenn man sich der Tierquälerei einmal bewusst wird. Das hat sich immer wieder bestätigt, während wir unsere Rettungszentren entwickelten und unsere Bären retteten.“

Wir müssen uns auch stets daran erinnern, dass wir zwar an der Befreiung der über 10.000 eingesperrten Bären arbeiten, aber es von einer breiteren Perspektive aus gesehen auch um Wirtschaft und Arbeitsplätze gehen wird. Unser Denken und Training, unsere Bildung und Zukunft muss das reflektieren.“

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