Mondbärenwelpen aus Schmugglerhand gerettet

22. September 2012

  • Ricky und Joey in der Pflege der örtlichen FPD Behörde.

    Ricky und Joey in der Pflege der örtlichen FPD Behörde.

  • Dr. The (links) überwacht den Abtransport des Käfigs der FPD.

    Dr. The (links) überwacht den Abtransport des Käfigs der FPD.

  • Die Welpen kommen für die 12-stündige Heimreise auf den Lastwagen von Animals Asia.

    Die Welpen kommen für die 12-stündige Heimreise auf den Lastwagen von Animals Asia.

  • Fertig und bequem in Stroh eingepackt. Mit Rupfensäcken und Leckerbissen versorgt.

    Fertig und bequem in Stroh eingepackt. Mit Rupfensäcken und Leckerbissen versorgt.

  • Ricky packt ein baumelndes Spielzeug – Anregung, um die Welpen aktiv und bei Laune zu halten.

    Ricky packt ein baumelndes Spielzeug – Anregung, um die Welpen aktiv und bei Laune zu halten.

  • Joey untersucht seine neue Welpen-Hängematte.

    Joey untersucht seine neue Welpen-Hängematte.

  • Joey und Ricky purzeln umher…

    Joey und Ricky purzeln umher…

  • … und spielen mit Hingabe in ihrer neuen Unterkunft.

    … und spielen mit Hingabe in ihrer neuen Unterkunft.

Donnerstag, 20. September 2012: Zwei kleine Mondbärenwelpen, die in Nordvietnam bei Schmugglern beschlagnahmt worden waren, hat unser Team in Vietnam gerettet und erfolgreich in unser Rettungszentrum für Mondbären im Tam Dao Nationalpark gebracht.

Die Reise nach Hause dauerte 12 Stunden – die Straßen waren durch Hochwasser beschädigt und wir mussten alle zwei Stunden Halt machen, um die Welpen zu füttern und nach ihnen zu sehen.

Jetzt haben sie sich zufrieden in ihrer ganz eigenen Behausung, dem Welpenhaus des Rettungszentrums, eingenistet. Wahrscheinlich sind diese zwei Welpen nur zwei Glückliche unter vielen anderen, die man über die Grenze nach China bringt, um dort die Gallefarmen aufzustocken.

Tuan Bendixsen, Direktor Vietnam bei Animals Asia, Dr The, zuständig für Öffentlichkeitsarbeit, und Chien der Bärenpfleger waren das Rettungsteam, das nach Lai Chau fuhr, um die beiden Welpen zu rettet. Lai Chau liegt etwa 450 km nordwestlich von Hanoi und hat eine lange, gemeinsame Grenze mit China.

Die örtliche Polizei stoppte am 2. September 2012 in einem abgelegenen Dorf im Distrikt Than  Uyen ein verdächtiges Motorrad mit zwei Männern, die einen geflochtenen Korb dabei hatten. Die Beamten hielten das Motorrad an und fanden in dem Korb zwei Welpen. Die Männer wurden festgenommen und erzählten der Polizei, dass sie die Welpen für US$ 1.500 gekauft hätten und sie an einen unbekannten Käufer in der Grenzprovinz Lao Cai weiterverkaufen wollten.

Wahrscheinlich waren die Welpen auf dem Weg in eine Bärenfarm in China, denn Lao Chai liegt sehr nahe bei China.

Ricky und Joey

Jetzt heißen die beiden Kleinen Ricky und Joey (zunächst hießen sie Lai Chau und Sin Ho, sie wiegen etwa 12 und 9 kg. Ihr Alter wird auf drei bis vier Monate geschätzt. Genaueres ist nicht bekannt, doch womöglich sind sie wegen ungenügender Fütterung untergewichtig.

Schon bald nachdem die örtliche Polizei die FPD von Lai Chau gebeten hatte, die Versorgung der Welpen zu übernehmen, nahm die Behörde Kontakt mit uns auf.

Tuan Bendixsen, Direktor Vietnam bei Animals Asia, sagte dazu:

„Die Polizei von Lai Chau und die dortigen Behörden verdienen Anerkennung dafür, dass sie die Gesetze durchgesetzt und das Wohl der Welpen sicher gestellt haben. Aufgrund des frühen Eingreifens der Behörden  und der guten Bemühungen der FPD von Lai Chau bei der Versorgung der Welpen geht es beiden gut und sie sehen gesund aus.“

Insgesamt brauchte das Rettungsteam fast 12 Stunden, um wegen des Hochwassers und der dadurch verursachten schrecklichen Straßenverhältnisse  zurück nach Tam Dao zu kommen. Bärenpfleger Chien hat sich gut um die Welpen gekümmert. Sie wurden viermal täglich gefüttert und wegen der holprigen Straßen gab es viele Zwischenstopps.


Das Rettungsteam wurde viermal entweder von der Polizei oder der örtlichen FPD angehalten wurden, die von Dorfbewohnern einen Hinweis bekommen hatten, dass wir mit den Welpen unterwegs waren. Das ist eine ermutigende Situation, wenn die Menschen zum Schutz der Tiere handeln, die sie als möglicherweise in Gefahr befindlich sehen.

Bei der Ankunft im Rettungszentrum wurden die Welpen aus den Käfigen der FPD in einen kleinen Transportkäfig transferiert und direkt ins Welpenhaus gebracht, wo eine speziell für sie vorbereitete Unterkunft auf sie wartete.

Bericht von Annemarie, Direktorin der Bärenpfleger und des Tierärzteteams in Vietnam:

„In den ersten Wochen bleiben sie drinnen. Sie haben jetzt wirkliche Freude an ihrem Podest und den anderen Geräten in ihrer Unterkunft. Sie kommen in die Fütterungsboxen, um ihre Milch zu trinken, haben aber noch kein Interesse an fester Nahrung, außer etwas Kürbis. Ihr Fell ist nicht in besonders gutem Zustand, wahrscheinlich auf Grund von Mangelernährung. Doch ein paar Wochen mit guter Milch, frischen Früchten und Gemüse wird dies schnell besser werden lassen.“

 


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