Internationale Allianz will den Hundefleischhandel in Schlüsselländern beenden

29. Mai 2013

Die Asia Canine Protection Alliance (ACPA - Allianz zum Schutz von Hunden in Asien) wurde gebildet, um den inhumanen Handel mit Hundefleisch zu beenden. Jährlich werden geschätzte 5 Millionen Hunde für den menschlichen Verzehr geschlachtet und stellen ein Risiko für die menschliche Gesundheit dar.

APCA wird sich auf einen Schlüsselpunkt des globalen Handels mit Hundefleisch konzentrieren – die Lieferung von Hunden aus Thailand, Kambodscha und Laos nach Vietnam, wo sie geschlachtet und verzehrt werden.

Neben Animals Asia beteiligen sich außerdem die Change for Animals Foundation, die Humane Society International und die Soi Dog Foundation  an ACPA. Sie agieren sowohl vor Ort als auch international.

Die Produktion von Hundefleisch hat sich aus einem kleinteiligen Einzelgeschäft zu einer Multi-Millionen Dollar Industrie entwickelt, geprägt durch illegale Hundehändler. Sie wurde auch mit Ausbrüchen von Trichinellose, Cholera und Tollwut in Verbindung gebracht. Die WHO hat den Handel erst kürzlich als mit-ursächlichen Faktor für den Ausbruch von Tollwut in Indonesien und von Cholera in Vietnam bezeichnet.

In Thailand ist der Handel mit Hunden verboten. Da die Behörden dort zunehmend gegen den Handel vorgehen, wird ACPA mit den Regierungen von Thailand, Laos, Kambodscha und Vietnam zusammenarbeiten, um die Einhaltung der Vorschriften zur Verhinderung der Ausbreitung von Tollwut zu verbessern. Dazu werden in einer Konferenz im August Mitglieder der Allianz und Behördenvertreter gemeinsam an Lösungen arbeiten.

Lola Webber, Programmleiterin bei der Change for Animals Foundation, sagte: „Hunde wurden früher auf Grund von Armut gegessen. Doch Hundefleisch ist zu einer Delikatesse geworden und wird jetzt oft wegen seiner vermuteten medizinischen Wirkung konsumiert. Doch in Wahrheit gibt es überall in Asien, wo mit Hunden gehandelt wird, entweder keine Vorschriften oder der Handel mit Hundefleisch ist verboten. Somit birgt der Konsum von Hundefleisch hohe Risiken für die menschliche Gesundheit, aber auch für den Tierschutz.“

Kelly O’Meara, Direktorin des Programms für Begleittiere und Engagement bei der Humane Society International, sagte: „In ganz Asien haben Untersuchungen schwere Grausamkeiten auf allen Ebenen des Handels mit Hundefleisch aufgedeckt. Beginnend mit dem Bezug, Transport, Verkauf bis hin zur Schlachtung. Oft wird der Handel mit Hunden als Mittel zur Kontrolle von Streunern angesehen, doch das ist einfach falsch. Die neue Allianz wird den Menschen und den Regierungen in Asien beim Verständnis dieses schlimmen Handels helfen und mitarbeiten, Tollwut und andere übertragbare Krankheiten human und wirkungsvoll zu bekämpfen.“

In den Teilen Asiens, in denen mit Hundefleisch gehandelt wird, schaffen es die Länder nicht, ihre eigenen Richtlinien zur Verhinderung von Tierseuchen zu befolgen. Außerdem folgen sie nicht den Empfehlungen zur Kontrolle und Eliminierung von Tollwut, wie sie von der WHO und der Weltorganisation für Tiergesundheit empfohlen werden.

Tuan Bendixsen, Direktor Vietnam bei Animals Asia, sagte: „Der Handel mit Hundefleisch begünstigt die weiträumige und illegale Verbringung von Hunden mit unbekannten Krankheiten und unbekanntem Impfstatus. Er verhindert Anstrengungen zur Eliminierung von Tollwut in der Region und bedroht das Versprechen der Gesundheitsminister in Südost-Asien, Tollwut bis 2020 auszurotten. Versuche zur Kontrolle und Ausrottung der Tollwut sind zum Scheitern verurteilt, wenn der Handel mit Hunden zum menschlichen Verzehr nicht gestoppt wird.“

John Dalley, Vizepräsident der Soi Dog Foundation, sagte: „Sowohl die Versorgung als auch die Nachfrage zu bekämpfen ist entscheidend, damit Schmuggler die Hunde gar nicht erst einfangen. Humane und nachhaltige Lösungen zum Management von Hundepopulationen, zusammen mit einer angemessenen Umsetzung bestehender Vorschriften und einer verantwortlichen Haltung von Haustieren sind die Bedingungen für ein Ende dieses Handels, der jedes Jahr Millionen Hunden unendliches Leid bringt und ein großes Risiko für die menschliche Gesundheit darstellt.“


ZURÜCK