Chinesische Zoos im Dialog mit führenden Tierschutzexperten

24. August 2012

Mehr als 50 Zoodirektoren und leitende Manager aus Zooeinrichtungen in China haben einen Dialog mit Tierschutzexperten aus der ganzen Welt begonnen, um die Standards der Tierhaltung und Tierpflege zu verbessern.

Die Organisatoren und Referenten der CAZG Direktoren Konferenz.

Die Konferenz der Gesellschaft Zoologischer Gärten in China (CAZG) für Zoodirektoren im Juni in Shanghai informierte über die weltweit führenden Praktiken zur Verbesserung des Wohls gefangen gehaltener Tiere. CAZG ist eine Organisation der Regierung und zuständig für die Zoos in China.

Animals Asia hat eng mit CAZG zusammengearbeitet, bei der Benennung ausländischer Experten und ihrer Einladung als Sprecher auf der Veranstaltung. Außerdem unterstützte Animals Asia bei der Organisation und Finanzierung der Reise sowie der Unterbringung der Gäste und übersetzte mit ihnen die Konferenzmaterialien in chinesische Sprache.  Auch für eine Simultanübersetzung während der Konferenz sorgte Animals Asia.

Dr. Stephanie Sanderson, Direktorin im Zoo von Chester, sprach im Detail darüber, wie man Tierschutz bei Tieren in Gefangenschaft bestimmen kann. Auch über die Wichtigkeit, solche Fähigkeiten in Trainingsprogramme für Mitarbeiter einzubauen. Der Zoo von Chester ist berühmt für seine hohen Standards und fortgeschrittenen Tierschutzpraktiken. Dr. Sanderson beschrieb den Prozess, mit dem sichergestellt wird, dass Tiere ein gesundes Verhalten zeigen und sich in ihrer Umgebung wohl fühlen.

Dr. Stephanie Sanderson, eine Direktorin im Zoo von Chester, spricht über Tierschutz bei Tieren in Gefangenschaft.

Der Zoo führt ständige Audits zum Tierwohl durch. Diese Audits umfassen auch alle Mitarbeiter, die mit Tierpflege betraut sind. Beginnend mit den Tierärzten, den Tiermanagern und Zubereitern der Tiernahrung bis hin zu den Betreuern, die in den Tiergehegen arbeiten. Der Prozess besteht aus täglichen Beobachtungen, wöchentlichen Besprechungen, monatlichen Teammeetings sowie einem Audit in jedem Quartal.

Offene Diskussionen sind bezeichnend für diese Treffen. Die Teilnehmer sollen den Status Quo in Frage stellen und wesentliche Änderungen der bestehenden Praktiken vorschlagen. Damit ist sichergestellt, dass ein umfassendes Bild der Gesundheit und des Befindens eines Tiers erstellt wird, sein Wohlergehen gemessen und wirkliche Verbesserungen erreicht werden können.

Die in Shanghai anwesenden Zoodirektoren nahmen die vorgestellten Konzepte auf und stimmten der Notwendigkeit zu, den „Glücksindex“ der Tiere zu messen und Managementprozesse zu verändern, um das Tierwohl zu verbessern.

Dave Neale, Direktor für Tierschutz bei Animals Asia sagt dazu:

„ Die Vereinigung zoologischer Gärten in China forderte die Teilnehmer auf, die vorgestellten Techniken zu untersuchen und die Tierschutzstandards zu verbessern, indem diese Fähigkeiten in ihren Zoos weiter entwickelt werden. Wir sehen eine wachsende Bereitschaft, nicht nur bei den Behörden der chinesischen Zoos, sondern auch bei den Zoos selbst, das Tierwohl zu verbessern.“

Neben Dr. Stephanie Sanderson vom Zoo von Chester waren auch Dr. Lesley Dickie von der Europäischen Gesellschaft für Zoos und Aquarien und David Nash vom Zoo in Bristol unter den mit Hilfe von Animals Asia organisierten Sprechern, die über Arterhaltungsprogramme und zugehörige Ausbildungsprogramme sprachen.


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