Hundebesitzer in Peking wollen Änderungen beim Verbot großer Hunde

27. Juni 2013

Animals Asia unterstützt Hundebesitzer in Peking, die ein vernünftigeres Vorgehen bei der „Regelung für große Hunde“ fordern, welche jetzt in Teilen der Stadt eingeführt wird.

Danach werden Hunde verboten, deren Schulterhöhe über 35 cm beträgt. Zusätzlich gibt es eine lange Liste mit Rassen, deren Haltung verboten wird und eine Begrenzung auf ein Tier pro Familie. Aus diesem Grund werden bereits Hunde beschlagnahmt, die als Begleittiere in der Stadt gehalten wurden.

Diese Entwicklung basiert auf einer Vorgabe aus dem Jahr 2003, die bisher nicht voll umgesetzt wurde. Sie ist wohl das Ergebnis jüngster Hundeangriffe, aber auch einer festgestellten Zunahme von Todesfällen durch Tollwut. Die Regierung sieht größere Hunde als ungeeignet für das Leben in einer Stadt an.

Animals Asia hat Verständnis dafür, dass Familien bereits Hunde verstecken oder sie zur Pflege nach Außerhalb schicken, wie das Gesetz es vorschreibt.

Bereits vor Inkrafttreten der neuen Regelung hat eine Gruppe lokaler Hundebesitzer der Regierung Änderungsvorschläge zu den Vorschriften unterbreitet. Unterstützt wurden die Hundebesitzer hierbei von 30 Mitgliedern des Nationalen Volkskongresses, die ihre Ansichten teilen.

Auch Stars wie Sun Ning, Li Jing, Xiong Naijin und Wang Yixin haben in den sozialen Medien Chinas ihre Bedenken geäußert. Eine Gruppe besorgter Hundeliebhaber hat andernorts bereits eine Petition mit 4000 Unterstützern eingebracht, die Änderungen der Vorschriften fordern.

Nach Beratungen mit Vertretern der Hundeliebhaber hat Animals Asia einen offenen Brief an die Regierung geschickt, in dem ein humanerer und wissenschaftlich tragfähigerer Ansatz für das Management von Hundepopulationen gefordert wird. So soll die Regierung besser die verantwortungsvolle Hundehaltung fördern und sicherstellen, dass Vorschriften befolgt werden, die Hundebesitzer zu einer verantwortungsvollen Hundehaltung verpflichten.

Solche praktischen Maßnahmen umfassen die amtliche Unterstützung der Tollwutimpfung, den Leinenzwang, sowie das Kastrieren von Hunden.

In dem Brief wird auch das „Ein Hund pro Familie“-Gesetz infrage gestellt und darauf hingewiesen, dass die Größe kein Hinweis auf das Temperament von Hunden ist und daher hier nicht verwendet werden sollte.

Jill Robinson, Gründerin von Animals Asia sagte:

„Es gibt ein gemeinsames Verständnis zwischen Hundebesitzern und der Regierung und wir haben die Hoffnung, dass die derzeitigen Probleme gelöst werden können. Wir glauben, dass es eine bessere, wirkungsvollere Lösung gibt, die für beide Seiten akzeptabel ist. Hunde sind Begleiter und immer mehr Teil unseres Lebens, unserer Familien und unserer Kultur. Das Gesetz muss dies berücksichtigen.“


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