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Galletourismus in Ha Long Bay geht zurück

22. Januar 2014

Der Bärengalletourismus in Ha Long, Vietnam nimmt ab. Touristen werden darauf aufmerksam gemacht, dass der Kauf von Galle zu Anzeigen führen kann.

Die Zahl der Reiseveranstalter, welche Besuche in Bärenfarmen für Touristen in Ha Long Bay organisieren, ist laut örtlichen Berichten seit 2012 von sechs auf zwei gesunken. Dies wird auch von Animals Asia Untersuchungen bestätigt, die zeigen, dass die Zahl der Galletouristen, meistens aus Südkorea, jetzt weniger als die Hälfte im Vergleich zu 2010 beträgt.

Dieser Fortschritt ist auch auf die anhaltende Kampagne von Animals Asia zurückzuführen. Beim kürzlich beendeten, vierten Besuch vor Ort haben Mitarbeiter von Animals Asia und Forstbeamte 12.000 Infoblätter auf Englisch, Vietnamesisch, Koreanisch und Chinesisch verteilt, um das Bewusstsein dafür zu stärken, dass Bärengalle illegal ist. Auf diese Weise soll die Nachfrage nach Bärengalle verringert werden. Am Bootskai von Bai Chay wurden die Flugblätter verteilt. An diesem Knotenpunkt starten täglich mehr als 300 Boote in die weltbekannte Ha Long Bucht.

 

Weitere Flugblätter wurden in Hotels und Bussen der Firma ABC ausgelegt, die besonders von koreanischen Touristen genutzt werden.  Im Rahmen der Kampagne wurden an den Straßen von Ha Long City auch Plakate aufgehängt, die auf vier Sprachen (Vietnamesisch, Englisch, Koreanisch, Chinesisch) informierten: „Das Abzapfen von und der Handel mit Bärengalle, Teilen von Bären und Produkten daraus verstößt gegen das Gesetz in Vietnam und gegen internationale Konventionen.“

 

Der starke Rückgang der Nachfrage und des Galletourismus ist auch auf den Animals Asia Besuch in Südkorea im Jahr 2013 zurückzuführen. Animals Asia sprach damals mit führenden Managern aus der Tourismusindustrie und die Medien riefen die Menschen dazu auf, keine Reisen mehr zu buchen, die Besuche von Bärengallefarmen einschließen.

Bei Ha Long City gibt es zwei Bärengallefarmen mit insgesamt 138 Bären. Die Farmer nutzen weiterhin juristische Schlupflöcher und die schlechte Ausstattung der Behörden, um ihre Geschäfte trotz Illegalität weiter zu betreiben. Die Farmen bieten immer neue Attraktionen an. Sogar Massagen, um die Besucher vom Kerngeschäft abzulenken.

Doch trotz ihrer Bemühungen, sich über die Gesetze hinwegzusetzen – die Botschaft kommt offenbar an und die Zahl der Besucher schrumpft.

Jill Robinson, Gründerin und CEO von Animals Asia sagte:

„Die Berichte über diesen schrumpfenden Markt sind ermutigend. Offenbar kommt die Botschaft an und die Nachfrage geht zurück. Wenn die Fakten bekannt sind, ist das Risiko einer Festnahme keine wirkliche Option. Unsere Mitarbeiter in Vietnam sind bei ihrer hervorragenden Arbeit zur Verbreitung dieser Botschaft sehr erfolgreich.“

Tuan Bendixsen, Direktor Animals Asia in Vietnam ergänzte:

„Das zeigt den unglaublichen Willen voranzukommen. Die Einladung durch die örtlichen Behörden und die gemeinsame Arbeit von Forstbeamten und Mitarbeitern von Animals Asia inspiriert alle. Noch besser ist es, die Früchte der Arbeit erkennen zu können und zu sehen, wie sich die Touristen von Bärengalle abwenden. Warum soll man denn in der wunderschönen Ha Long Bay eine schmutzige Bärenfarm besuchen und eine Verhaftung riskieren?“


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