In den Wochen vor der Schlachtung werden die Vögel mit einer Magensonde zwangsgefüttert..
Foie Gras ist ein Luxusprodukt für das Millionen Vögel unnötig leiden müssen.
Oft sind die Haltungsbedingungen für diese Vögel sehr schrecklich.
Das beständige Stehen und ihr abnormales Gewicht lässt die Füße anschwellen.
Viele sterben an der Zwangsfütterung wenn ihre Körper einfach nichts mehr aufnehmen können.
Die gesuchte weiße Leber ist grotesk vergrößert im Vergleich zur normalen, gesunden Leber.
Was ist das?
Foie Gras heißt wörtlich „fette Leber“ und ist ein Luxusgut das aus den Lebern von Gänsen oder Enten gemacht wird. Es wird roh, gekocht oder als Pastete serviert. Die Methode um die Leber fett zu machen ist die grausame Zwangsfütterung der Vögel vor dem Schlachten.
Wo wird sie hergestellt?
Der überwiegende Teil (über 80%) der Foie Gras wird in Frankreich hergestellt und konsumiert. Dort hat die Herstellung eine lange Tradition. Jährlich produziert Frankreich über 18.000 Tonnen Foie Gras und schlachtet dafür über 30 Millionen Enten und 700.000 Gänse (Zahlen von 2004)
Weitere Produktionsstandorte sind Ungarn, Bulgarien und Amerika.
Einige Länder haben Gesetze gegen die Zwangsfütterung von Tieren erlassen oder die Herstellung von Foie Gras unter den bestehenden Tierschutzgesetzen als illegal erklärt. Dazu zählen einige europäische Länder, Argentinien und Israel. Der Staat Kalifornien hat ein Gesetz speziell gegen die Zwangsfütterung von Vögeln zum Zweck der Vergrößerung der Leber über das normale Maß hinaus und den Verkauf von Produkten die auf solchen Praktiken basieren erlassen. Dieses Gesetz soll 2012 in Kraft treten. Auch einige amerikanische Städte haben örtlich gültige Verbote erlassen.
Wie wird sie gemacht?
Die Herstellung von Foie Gras profitiert von der Fähigkeit von Zugvögeln, in der Periode vor ihrem Zug im Winter schnell Gewicht zulegen zu können . Enten und Gänse haben eine große und dehnbare Speiseröhre um große Futterbrocken wie einen Fisch schlucken zu können. Die Lebern von gemästeten Enten und Gänsen, die vor ihrem winterlichen Zug geschlachtet wurden, wurden historisch zu einer gefragten Delikatesse.
Die Käfige sind sehr klein und so müssen die Gänse in derselben Haltung bleiben. Sie verbrauchen dann keine Energie und verwandeln das Futter in Fett.
Einige Rassen der Hausenten reichern Fett in der Leber an. Diese hat man ausgewählt und für die Produktion von Foie Gras gezüchtet. Der „Mulard“ (ein Muscovy/Pekin Hybrid) ist dabei besonders beliebt. Besonders die Erpel, da sie mehr Gewicht zulegen; Die Weibchen werden gewöhnlich schon nach dem Schlüpfen noch lebend in einen Fleischwolf geworfen und zu Tierfutter verarbeitet.
Enten oder Gänse die im Frühling schlüpfen werden in Massenhaltung bei frei zugänglichem Futter aufgezogen. Im Herbst werden sie 2-3 mal wöchentlich mit einer Magensonde und einer Pumpe zwangsgefüttert, um vor der Schlachtung die Größe ihrer Lebern stark zu erhöhen.
Dabei wird ein 10 – 25 cm langer Schlauch in ihren Rachen gesteckt und eine Schraubenpumpe oder eine pneumatische Pumpe drückt große Mengen kohlehydratreichen Futters (gewöhnlich aus Mais) hinein. Etwa 500 g werden so 2-3 mal an einem Tag je Tier verfüttert.
In der Zeit der Zwangsfütterung werden die Tiere gewöhnlich isoliert untergebracht. Um es einfacher zu machen, werden sie oft so gehalten, dass sie sich nicht umdrehen oder andere natürliche Verhaltensweisen zeigen können. Die hygienischen Zustände dabei sind oft schlecht.
Bei der Zwangsfütterung werden die Vögel extrem gestresst. Die Prozedur ist schmerzhaft und unangenehm. Verletzungen und Tod kommen immer wieder vor. Durch die Zwangsernährung wird die Leber um das 10 fache vergrößert und die Vögel werden schnell fett. Ihr Gewicht nimmt um 80 – 90% zu. Die Leber besteht zu 50% aus Fett und arbeitet nicht mehr richtig.
Durch das Fett kommt es zu Atembeschwerden und verringerter Beweglichkeit; Viele Vögel können nicht mehr laufen. Einige Vögel werden so fett, dass sie sterben, weil sie nicht mehr zum Wasser laufen können. Fette Vögel sind empfindlicher gegen Hitze und Stress beim Transport und bei der Schlachtung und viele erleiden Verletzungen wie gebrochene Beine.
Tierschutz
Tierschützer und Organisationen weltweit, auch innerhalb Frankreichs, verdammen die Praxis der Herstellung von Foie Gras als grausam und inhuman.
Die Gesellschaft der amerikanischen Tierärzte hat dazu die folgenden Vorbehalte identifiziert:
Mögliche Verletzungen wegen der mehrfachen Einführung der Futterschläuche und möglicher nachgelagerter Infektionen
Stress durch die Fesselung und Behandlung im Rahmen der Zwangsfütterung
Beschädigte Gesundheit und Wohlergehen auf Grund der Fettleibigkeit, inklusive möglicher Bewegungsbehinderungen und Lethargie
Ein verletzliches Tier wird gemacht, das mehr an ansonsten annehmbaren Zustanden wie Hitze und Transport leidet.
Die FAO hat 2002 festgestellt, dass die Herstellung von Foie Gras „schwerwiegende Probleme beim Tierwohl bewirkt und keine von der FAO geduldete Praxis darstellt.“
Das wissenschaftliche Komitee für Tiergesundheit und Tierschutz der EU hat 1998 einen Report fertiggestellt mit dem Titel „Gesundheitsaspekte bei der Produktion von Foie Gras bei Enten und Gänsen“, wo beschreiben wird:
„Die Zwangsfütterung, wie sei derzeit betrieben wird, schadet dem Wohlergehen der Vögel.“
"Die Haltung der Vögel, die für die Herstellung von Foie Gras dienen, hat negative Auswirkungen auf ihr Wohlergehen."
Viele internationale Köche, auch der bekannte französische Koch Albert Roux, kritisieren die Herstellung von Foie Gras als inhuman.
Was sagt Animals Asia dazu?
Animals Asia ist strikt gegen die Herstellung, Vertrieb, Verkauf und Marketing von Foie Gras. Dies entspricht unserer allgemeinen Linie bei Tieren die als Nahrung dienen, nach der:
„Animals Asia glaubt, dass es falsch ist, Tiere zum Zweck der Erzeugung von Nahrungsmittel zu verwenden, wenn dabei Methoden des Fangs, der Produktion, des Transports oder des Schlachtens zum Einsatz kommen, die das Wohl der Tiere kompromittieren oder die Wildpopulationen bedrohen oder ausbeuten. Animals Asia setzt sich aktiv für ein Ende des Essens von Hunden und Katzen ein."
Was Sie tun können?
Schreiben Sie Ihrem Abgeordneten und dem französischen Konsulat oder Botschaft in Ihrem Land und erklären Sie höflich doch bestimmt ihre Bedenken bezüglich der Herstellung und des Verkaufs von Foie Gras.
Meiden Sie Restaurants und Hotels die für Foie Gras werben und schreiben Sie ihnen und erklären Sie Ihre Position.
Unterstützen Sie Organisationen die sich gegen die Herstellung von Foie Gras einsetzen.
Doch am wichtigsten, kaufen oder essen Sie niemals Foie Gras und sagen Sie Ihrer Familie und Freunden, dass die Herstellung von Foie Gras grausam, inhuman und unnötig ist.
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