Anordnung für ein Umdenken beim Zoomanagement erlassen
28. Oktober 2010: Animals Asia gratuliert dem Ministerium für Wohnungswirtschaft und Landesentwicklung zur Veröffentlichung einer Direktive (26. Oktober 2010) zum Thema Zoomanagement in China. Darin werden die Zooverwaltungen aufgefordert:
keine Tiere mehr bei missbräuchlichen Vorführungen mehr einzusetzen
keine Produkte auf Basis von gefährdeten Tierarten mehr zu verkaufen
kein Fleisch von Wildtieren mehr in den Restaurants der Zoos mehr zu verkaufen
allen Tieren qualitativ gutes, ausreichendes und passendes Futter zukommen zu lassen
ür artgerechte und sichere Unterbringung zu sorgen
Tierkliniken zu errichten und die notwendigen Maßnahmen zur Vermeidung und Behandlung von Krankheiten anzuwenden.
Diese Direktive folgte auf eine Stellungnahme der staatlichen Forstschutzverwaltung vom 30. Juli, wo Unternehmen, die Wildtiere einsetzen, aufgefordert wurden, Handlungen zu untersuchen und zu korrigieren, die Tieren Leid zufügen und auch den Umgang mit den gefangenen Tieren im Sinn des Tierschutzes zu verbessern. Mehr darüber findet sich hier.
Die vom Ministerium für Wohnungswirtschaft und Landesentwicklung erlassene Direktive betrifft alle Zoos in China (Wildtier- oder Safariparks sind der Forstschutzbehörde zugeordnet) und wird in China sowohl in den nationalen als auch den internationalen Medien stark beachtet.
David Neale, Direktor Tierschutz bei Animals Asia sagt dazu:
„Wir gratulieren dem Ministerium zu dieser Direktive für die Zoos in China. Wir freuen uns, dass Themen wie Tierdressuren und der Verkauf verbotener Produkte aus Wildtieren dort angesprochen sind. Wenn diese Maßnahmen umgesetzt werden, wird das Leid der Tiere wesentlich zurückgehen.
Tierdressuren zeigendem Publikum ein beschämendes Bild des Tieres, das weder Mitleid noch Respekt fördert. Viele der dort eingesetzten Tiere werden schwer vernachlässigt und grausam behandelt. Bei Tigern und Löwen sind oft die Zähne herausgebrochen um sie wehrlos zu machen.
Tiere wie Bären, Affen und Elefanten werden ausgepeitscht und geschlagen um sie zu den „Zirkustricks“ zu zwingen. Ein Verbot solch missbräuchlicher Tierdressuren kann für tausende Tiere in den Zoos von China ein Leben ohne Leid bringen.
Wir freuen uns auch, dass das Ministerium die schlechten tierärztlichen Standards und Haltungsbedingungen ansprechen, die sich in vielen chinesischen Zoos finden lassen und fordert, die Unterbringung und tierärztliche Versorgung zu verbessern und damit auch die Gesundheit und das Wohlergehen der Tiere in Gefangenschaft.“
Animals Asia hat in den vergangenen Jahren in ganz China Zoos und Safariparks besucht und die vielfältigen Missbräuche in den dortigen Tierdressurschauen dokumentiert.
Unseren neuen Kurzfilm zum Thema Tierdressuren in China können sie hier sehen: Die Vorstellung .
Ein Exemplar unseres Untersuchungsberichts können Sie hier herunterladen .
Wir werden auch zukünftig mit der Chinesischen Assoziation für zoologische Gärten zusammenarbeiten um bei der Verbesserung des Tierschutzes für gefangene Tiere Rat und Unterstützung zu geben und die Wirksamkeit dieser Direktive zu beobachten.
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