Pflanzliche Produkte töten Krebszellen besser als Bärengalle
Positive Ergebnisse vom 5. Pong Ding Yuen Internationalen Symposium über Traditionelle Chinesische Medizin
Ausgestattet mit einem großzügigen Stipendium der Pong Ding Yuen Stiftung für Ausbildung und Forschung in Chinesisch-Westlicher Medizin, das durch die Regierung von Hongkong verdoppelt wurde, haben Anfang 2008 der Assistenzprofessor Feng Yibin und seine Kollegen an der Schule für Chinesische Medizin der Universität Hongkong mit der Erforschung der Wirksamkeit verschiedener pflanzlicher Alternativen für die Behandlung von Krankheiten begonnen, die gewöhnlich mit Bärengalle behandelt werden.
Viele glauben, dass man Bärengalle nicht durch pflanzliche Alternativen ersetzen kann, da eine systematische vergleichende Forschung dazu fehlt. Das Ziel von Professor Feng und seinem Team ist der Vergleich der Wirksamkeit von Bärengalle mit pflanzlichen Alternativen unter dem Einsatz strenger wissenschaftlicher Kriterien.
Zwar stehen diese Untersuchungen erst am Anfang und werden noch mindestens vier Jahre dauern, doch erste vorläufige Ergebnisse wurden von Professor Feng auf dem 5. Pong Ding Yueng Internationalen Symposium für Traditionelle Chinesische Medizin am 13. Dezember in der Schule für Chinesische Medizin der Universität Hongkong vorgestellt.
Die Ärzte der Traditionellen Chinesischen Medizin verwenden Bärengalle als sogenannte „kalte“ Medizin um viele Krankheiten zu behandeln. Etwa um Hitze aus der Leber zu nehmen, Krämpfe zu lindern, Sehstörungen zu behandeln, das Fieber zu senken und zur Entgiftung. In der westlichen Medizin weiß man, dass Ursodeoxycholsäure (UDCA) - ein Bestandteil, der in der Bärengalle in hoher Konzentration vorkommt -, die Aufnahme und Ausscheidung von Cholesterin beeinflusst. Bärengalle. UDCA wird dort bei der Behandlung von Gallensteinen, Gallenzirrhose und Leberkrebs eingesetzt. Im Westen wird diese Säure halbsynthetisch aus Ausgangsstoffen hergestellt, die aus der Galle von Rindern stammen. Bärengalle wie sie von einigen Ärzten der Traditionellen Chinesischen Medizin eingesetzt wird, stammt zum größten Teil aus Bärenfarmen, in denen lebende Bären unter grausigen Bedingungen leben müssen und denen der Gallensaft abgezapft wird.
Professor Feng beschrieb zwei Studien, wo zwei Arten der Pflanze „Coptis“ gegen unbehandelte Bärengalle und gereinigte Bärengalle verglichen wurden. Bei diesen Tests zeigte sich, dass Coptis viel besser darin war, Krebszellen abzutöten.
Diese ersten Ergebnisse sind sehr aufregend. In weiteren Tests wird Coptis und Extrakte daraus in der Wirksamkeit bei einer Reihe von Leberleiden verglichen werden.
Nach seiner Präsentation auf dem Symposium gab Professor Feng eine Pressekonferenz zusammen mit Frank Pong von der Pong Ding Yuen Stiftung für Ausbildung und Forschung in Chinesisch-Westlicher Medizin und unserer Gründerin Jill Robinson. Dabei nahmen Journalisten verschiedener Zeitungen in Hongkong teil. So die Apple Daily, die Oriental Daily News, The Sun, die Sing Tao Daily, Ta Kung Pao, Wen Wei Po, The Commercial Daily und die Metro Daily. Herr Pong stellte Professor Fen und Jill der Presse vor und gab einen Abriss über seine Ziele:
„Man sagt mir, dass die Ärzte der Traditionellen Chinesischen Medizin nicht mehr auf Bärengalle zur Behandlung von Leberkrankheiten angewiesen sind. Andere Medikamente sind genau so, oder sogar noch wirkungsvoller als Pulver aus Bärengalle.
Dazu kommt, dass der getrocknete Gallensaft der gefangenen Bären oft mit Stoffen aus deren entzündeten Lebern versetzt ist. Denn die Kanülen, die in die Bäuche der Bären eingesetzt werden, bleiben bis zum Ende darin. Es ist eine offene Wunde. Die modernere „offene Fistel“ Methode wird oft als humaner angepriesen, ist aber genauso schädlich. Fast alle Bären, die so gehalten werden, sterben an Leberkrebs. Während der Krebs wächst, wird weiter Gallensaft entnommen.
Ein wissenschaftliches Verständnis der Wirkungsweise der Inhaltsstoffe von Bärengalle ist die Basis für Studien die zeigen, dass Bärengalle durch wirksamere und hygienischere Medikamente ersetzt werden kann.
Die Forschungen von Dr. Feng begannen Anfang 2008 und sollen pflanzliche Alternativen zur Bärengalle aufzeigen.
Ich hoffe, dass wir gute Ergebnisse sehen werden die mithelfen, die grausige Praxis der Bärenfarmen zu beenden.“
Jill Robinson gab einen kurzen Überblick über die Zustände in den Bärenfarmen und die Arbeit von Animals Asia. Dazu gehört auch die Untersuchung über die Sicherheit der Konsumenten von Produkten aus Bärengalle kranker und misshandelter Tiere. Professor Feng beschrieb den Journalisten nähere Einzelheiten seine Arbeiten.
Die Ergebnisse der Forschung und die Berichte daraus in der Presse bringen hoffentlich weitere Argumente zur Eliminierung der Bärengalle aus den Traditionellen Chinesischen Arzneibüchern und folglich auch ein Ende der Leiden so vieler Bären in China und anderswo.
Assistenzprofessor Feng Yibin stellt erste Ergebnisse seiner Forschung vor.
Frank Pong (Mitte) schildert den Teilnehmern die Forschungsziele und die Schrecken der Bärenfarmen.
Jill gibt einen Überblick über die Arbeit von Animals Asia für ein Ende der Bärenfarmen in China
Teilnehmer des Symposiums, das positive Ergebnisse der TCM erbrachte.
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