Massentötung von Hunden – Indonesien- 23. Februar 2009
Massentötung von Hunden – Indonesien- 23. Februar 2009
Animals Asia ist traurig und enttäuscht zu erfahren, dass die indonesischen/balinesischen Behörden mit ihrem Programm der Massentötung von Straßenhunden weitermachen, trotz der Anstrengungen von Gruppen wie der Bali Animal Welfare Association (BAWA). Wir haben nochmals (per E-mail und Fax) an den balinesischen Gouverneur geschrieben (Kopie an den indonesischen Generalkonsul hier in Hongkong), in der Hoffnung, dass die Unterstützung internationaler Tierschutzgruppen die indonesischen Behörden bewegen, diese Massentötungen auszusetzen und den Rat der WHO anzunehmen, die für dieses Problem einen vernünftigen, auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basierenden Ansatz empfehlen.
Wenn Sie mehr darüber erfahren möchten und eine Petition gegen dieses unnötige Töten unterschreiben wollen besuchen Sie bitte die BAWA Webseite.
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Zu Händen des balinesischen Gouverneurs
I Made Mangku Pastika
Jl. Basuki Rahmat no.1
Renon, Denpasar – Bali
Indonesien
Email: [email protected]; [email protected] Fax: +62 361 232885
Copy: Indonesian Consul General, Hong Kong
[email protected]
23. Februar 2009
Geehrter Gouverneur,
Ich heiße Mark Jones und bin englischer Tierarzt und Direktor für Tierschutz bei der Animals Asia Foundation, einer in Hongkong beheimateten NGO mit dem Ziel der Verbesserung der Lebensumstände für alle Tiere in Asien.
Wir waren nochmals sehr bestürzt zu erfahren, dass die Anstrengungen zur Bekämpfung der Tollwut in Bali durch Massentötung von Straßenhunden unter Verwendung von Strychnin (Siehe „Rufe nach Tötung der Straßenhunde werden lauter“, Jakarta Post vom 19. Februar 09) trotz des überwältigenden Nachweises der Ineffizienz eines solchen Ansatzes durch die WHA und anderen internationalen Mensch- und Tierschutzorganisationen weiter gehen.
Ich verweise Sie auf meine Briefe vom 4. Dezember 2008 und vom 7. Januar 2009 an den Generalkonsul von Indonesien hier in Hongkong (siehe Anlage), wo wir unsere Bedenken zum Ausdruck gebracht haben und die WHO Position erläutert haben.
Im Namen der Animals Asia Foundation und zusammen mit vielen anderen indonesischen und internationalen Gruppen, die sich um die Gesundheit und das Wohlergehen von Menschen und Tieren sorgen, bitte ich Sie nochmals dringen Ihren Ansatz in dieser Sache zu überdenken. Ein umfassendes, sorgfältig geplantes und durchgeführtes Impfprogramm für Hunde mit von der WHO anerkannten Tollwutimpfstoffen wäre weitaus effektiver um das Risiko von Tollwut für die Bevölkerung zu verringern. Langfristig kann die Anwendung eines koordinierten TNVR-Programms (Einfange, kastrieren, impfen, freilassen) für Straßenhunde die Population stabilisieren und fremde, möglicherweise infizierte Hunde aus den bewohnten Gebieten fernhalten. Diese Maßnahmen bieten kurz- und langfristig eine viel höhere Sicherheit für Ihre Bürger und machen die unterschiedslose und inhumane Tötung von hunderdtausenden gesunder Hunde unnötig.
Wie bereits in meinen früheren Briefen verweise ich auf die folgenden Dokumente von Experten:
WHO technical report series 931 (2004) "WHO Expert Consultation on Rabies" http://www.who.int/mediacentre/factsheets/fs099/en/
The experiences of the Blue Cross in India which are summarised at http://www.bluecross.org.in/abc.html
“Humane Dog Population Management Guidance”, published by the International Companion Animal Management Coalition and available at http://www.icam-coalition.org/, which summarises the failure of the mass culling programme on Flores 1997-2004, and offers a comprehensive explanation of the operation of trap-neuter-release programmes.
Ich hoffe, bald wieder in dieser Angelegenheit von Ihnen zu hören..
Hochachtungsvoll
Mark Jones BVSc MSc(Stir) MSc(London) MRCVS, Veterinarian
Animal Welfare Director
Animals Asia Foundation
Hong Kong
Tel: (852) 2791 2225
Fax: (852) 2791 2320
Email: [email protected] Web: www.animalsasia.org
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