Mit finanzieller Unterstützung durch Animals Asia haben Frau Jianghong, die Gründerin des X’ian Rettungszentrums für Kleintiere sowie Vertreter mehrerer örtlicher Tierschutzgruppen drei Tage in der Stadt Hanzhong und seiner Umgebung zugebracht. Sie haben Nachweise über die Massentötungen gesammelt und mit Behördenvertretern gesprochen, denen sie ihre Hilfe bei alternativen Methoden der Populationskontrolle bei Hunden angeboten haben.
Bei einem Treffen mit einem Regierungsvertreter in Hanzhong haben sie Vorschläge zur Kontrolle der Tollwut gemacht und einen Brief von Animals Asia übergeben, der ursprünglich schon als Fax an die Behörde gesandt worden war. Darin waren Vorschläge zur Kontrolle der Hundepopulation und Krankheiten sowie unser Hilfsangebot für ein Impfprogramm.
Doch das Massentöten geht weiter. Die städtischen Behörden rücken nicht von ihrer Meinung ab, dass das Töten aller Hunde die sicherste und schnellste Methode zur Krankheitskontrolle sei. Sie argumentieren, dass der Tod von neun Menschen durch die Tollwut ein angemessener Grund für die Säuberung der Gegend vor allen Hunden sei. Egal ob Streuner oder Haustier, ob geimpft oder nicht.
Außerhalb von Hanzhong war das Team schockiert darüber, nicht einen einzigen Hund im Dorf Yangxian und dessen Umgebung mehr zu finden. Dort hat man die Bewohner aufgefordert, jeden Hund zu töten um die Gegend von Hunden zu säubern.
Lokale Tierschützer stellen sich einem Tötungsteam entgegen.
Das Team fand auch heraus, dass das Gebiet in dem die Hunde begraben werden völlig unreguliert ist und große Gefahr besteht, dass die verwesenden Körper das Trinkwasser in der ganzen Provinz Shaanxi verseuchen.
Mit Unterstützung von Jianghong fanden sich örtliche Hundebesitze, unterstützt von mehr als 200 Bürgern aus Hanzhong zu einer eindringlichen Zeremonie am Seeufer zusammen um der so brutal getöteten Hunde zu bedenken und um sie zu trauern.
Angeführt von Jianghong (ganz rechts) halten Bewohner eine bewegende Trauerfeier für die geschlachteten Hunde ab.
Als positive Entwicklung haben Bürger dort die Hanzhong Vereinigung zum Schutz der Tiere gegründet. Damit wollen sie ihre Anliegen für einen verantwortungsvollen Tierschutz und ihr Recht zu einer Hundehaltung ohne Angst weiter vorantreiben.
Jiangong stellt jetzt mit ihrem Team diese Informationen zusammen und wird uns ihren Bericht baldmöglichst zukommen lassen. Sie werden ihn auch der Regierung der Provinz Shaanxi vorlegen in der Hoffnung, dass der die Behörden für die Einrichtung einer funktionierenden Tollwutkontrolle beeinflusst und sie von Massentötungen von Hunden in der Zukunft Abstand nehmen.