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| Offener Dankesbrief an Präsident Hu Jintao - 20.12.06 |
| Schreiben auch Sie Ihren Dank an Präsident Hu Jintao |
Neueste Medienberichte stellen fest, dass Präsident Hu Jintau ein Verbot gegenüber dem landesweiten Töten von Tausenden von Hunden gefordert hat, deren reaktionäres Abschlachten in den letzten Monaten als Maßnahme zur Eindämmung der Angst vor Tollwut gesehen wurde. Obwohl dies nicht das Schlachten von Millionen von Hunden und Katzen in der Fleisch- und Fellindustrie beendet, ist diese Forderung dennoch ein positiver Anfang.
Bitte lesen Sie unseren offenen Dankesbrief an Präsident Hu Jintau, in dem wir zusätzliche Empfehlungen und Hilfe anbieten, in der Hoffnung, dass endlich im ganzen Land ein Ende des Schlachtens von Hunden (und Katzen) kommen wird.
Wenn auch Sie mit uns Ihren Dank gegenüber dem Präsidenten zum Ausdruck bringen möchten, dann schicken Sie Ihre Briefe an:
President Hu Jintao
Chinese Communist Party
Yongdingmenjie
Beijing 100032, PRC
Der normale Postweg ist der effizienteste Weg zu kommunizieren, denn die Email-Eingängsfächer sind rasch überfüllt und nehmen dann keine weiteren Emails mehr an, d.h. Ihre Email wird in diesem Fall nicht zugestellt, sondern ungelesen an Sie zurückgeschickt. Danke für Ihre Unterstützung!
Dankesbrief an Präsident Hu Jintao
Lieber Präsident Hu,
Medienberichten zufolge haben Sie entschieden, das brutale Töten von Hunden in China zu beenden, als Antwort auf Abertausende von herzergreifenden Briefen und Protesten von Tierfreunden in Ihrem Land und auf der ganzen Welt. Davon ausgehend, dass diese Berichte den Tatsachen entsprechen, möchten wir Ihnen unsere aufrichtige Dankbarkeit aussprechen.
Wir verstehen vollkommen, dass es notwendig ist, einen Ausbruch des tödlichen Tollwutvirus zu verhindern. Dennoch ist das grausame Töten von Hunden, von denen viele geliebte Familienmitglieder sind, keine Antwort darauf.
Die Lösung liegt in langfristigen Management- und Kontrollmaßnahmen sowie in öffentlichen Aufklärungsprogrammen, welche die Behörden in Peking bereits ansprechen. Mit mehr als zwei Jahrzehnten Arbeitserfahrung bei langfristigen Lösungen in China würden wir unsere Animals Asia Foundation (AAF) Mitarbeiter gerne als unmittelbare Ressourcen bei der Produktion und landesweiten Verteilung von Aufklärungsmaterial zur Verfügung stellen, verbunden mit zusätzlichem Workshop-Training in Ländern, die in der Vergangenheit mit ähnlichen Problemen zu tun hatten.
Wir möchten auch auf ein Angebot verweisen, das wir im letzten Monat gemacht haben, um den Stadtbehörden von Peking 50.000 artgerechte Maulkörbe zur Verteilung an Besitzer von Hunden über 35cm Schulterhöhe zur Verfügung zu stellen.
Hunde mit Maulkörben würden keine Gefahr für die Öffentlichkeit darstellen, da sie nicht beißen können und auch ihr Bellen würde eingeschränkt. Dies würde eine kurzfristige Lösung bieten, für die Zeit zur Einführung langfristiger Maßnahmen. Und es würde die Bedenken derjenigen Mitglieder der Öffentlichkeit beschwichtigen, die Angst davor haben, von Hunden gebissen zu werden.
Die von uns angebotenen “Baskerville”-Maulkörbe wurden von dem international anerkannten Tierverhaltensforscher Dr. Roger Mugford entwickelt. Sie decken die Vorderfront sowie die Seitenkiefer vollständig ab, ermöglichen dem Hund aber dennoch zu hecheln und zu trinken, während er aktiv ist oder aber bei heißem Wetter.
AAF repräsentiert Tausende von Menschen in allen Ländern der Welt – auch in China. Wir hatten in den letzten Wochen eine Reihe von Meetings mit Beamten in Peking und sind ermutigt von einigen der diskutierten Maßnahmen im Hinblick auf die öffentliche Sicherheit, wie etwa die Möglichkeit des Verbots von Hunden basierend auf der Rasse anstatt aufgrund der Größe.
Wir möchten die Behörden in Peking auch zur Einführung von Aufklärungsprogrammen sowohl für Hundebesitzer als auch Nicht-Hundebesitzer unsere Anerkennung aussprechen.
Aber, gemessen am Ausmaß des Problems, muss noch viel mehr getan werden. Umfassende und obligatorische Registrierung, Mikrochip-Identifikation, Impfung und Kastrationsprogramme, auch bezahlbare Hundeschulen sind notwendig. Wir möchten außerdem den Behörden dringend vorschlagen, Steuern für Züchter von Rassehunden in Erwägung zu ziehen und Haustierhandlungen sowie alle Hundemärkte unverzüglich zu schließen.
Wir bitten Sie auch inständig, den grausamen und unhygienischen Handel mit Hunde- und Katzenfleisch zu verbieten, ebenso wie viele andere Länder in Asien den Verzehr von Begleittieren verboten haben. Dies würde das progressive Vorgehen, das derzeit in Ihrem Land im Hinblick auf verschiedene Fragen des Tierschutzes unternommen wird, ergänzen. Beide, Hunde und Katzen, bieten wissenschaftlich belegt unserer Gesellschaft eine Reihe von Vorteilen und verdienen es viel eher, unsere Freunde zu sein, anstatt als Nahrungsmittel auf dem Tisch zu landen.
Dies wäre nicht nur humaner, dieser ganzheitliche Ansatz beinhaltet auch wirtschaftliche Vorteile im Hinblick auf die erforderlichen finanziellen Mittel und Ressourcen für eine explodierende Hundepopulation und die Belange der öffentlichen Gesundheit. Die Antwort darauf liegt darin, durch vorbeugende Maßnahmen ein Auftreten von vorn herein zu verhindern.
Vor kurzem haben wir einen großen Markt für Haustüre in Peking besucht, bei dem Tausende von Hunden angeboten wurden. Viele von ihnen hatten mehr als 35cm Schulterhöhe. Die Vorgaben, die 2003 in Kraft traten, wurden gleichermaßen von Hundeliebhabern als auch Behörden ignoriert.
Es wäre unfair gegenüber den Tieren und Haustierbesitzern, nun plötzlich auf Anordnungen zu bestehen, die seit Jahren ignoriert werden. Deshalb, als ein Zeichen des Mitgefühls, bitten wir Sie eindringlich, die verbliebenen konfiszierten Hunde an ihre Besitzer zurück zu geben, damit sie ihr natürliches Leben fortsetzen können. Wir sind überzeugt davon, dass, wenn Sie diese Amnestie anbieten, die Besitzer dieser Hunde dem ständigen Tragen eines Maulkorbs in der Öffentlichkeit zustimmen und damit auch keine Gefahr für die Gemeinschaft darstellen werden.
Wir möchten Sie auch auffordern, die Einführung eines nationalen Tierschutzgesetzes zu beschleunigen und landesweit einheitliche Richtlinien für die Handhabung von Risiken der öffentlichen Gesundheit wie Tollwut oder SARS zu implementieren. China braucht ein effektives und humanes System zur Seuchenkontrolle. Dies ist der einzige Weg, um Hunde in Zukunft vor unnötig scharfen Vorgehensweisen zu schützen.
Ihre Entscheidung zeigt, dass Sie ein Führer mit Herz sind und dass Sie sich der Bildung einer Gesellschaft verpflichtet haben, in der Menschen und Tiere harmonischer Zusammenleben können. Es zeigt darüber hinaus Ihre Bereitschaft, auf die Nöte und Bedenken des chinesischen Volkes zu hören.
Es sind solche vorausschauenden Leitfiguren wie Sie, die Chinas Platz in der Welt als moderne, zivilisierte und verantwortungsbewusste Nation sichern.
Wir freuen uns darauf, mit Ihren Behörden in Zukunft zusammenzuarbeiten.
Mit besten Grüßen
Jill Robinson MBE
Gründerin und CEO
Animals Asia Foundation |
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