Animals Asia markiert ein Jahrzehnt der Rettung von Mondbären aus Gallefarmen
29. Juli 2010
Heute feiert Animals Asia ein Jahrzehnt, das der Rettung der gefährdeten Asiatischen Schwarzbären (auch bekannt als Mondbären wegen des gelben Halbmonds, den sie auf der Brust tragen) aus Gallefarmen in China.
Vor zehn Jahren unterzeichnete Jill Robinson MBE, Gründerin und Leiterin der Animals Asia Foundation, eine wegweisendes Abkommen mit der Chinesischen Gesellschaft zum Schutz der Wildtiere und der Forstbehörde von Sichuan zur Rettung von 500 Bären aus Farmen und für gemeinsame Anstrengungen, um die Bärengalle-Industrie zu beenden. Im Dezember 2000 wurden die ersten 63 Bären gerettet.
In den vergangenen zehn Jahren haben die Anstrengungen von Animals Asia dazu geführt, dass 20 der 31 Provinzen Chinas sich verpflichtet haben, keine Gallenfarmen mehr auf ihrem Gebiet zu dulden. Ende der neunziger Jahre trug die Organisation ihre Arbeit auch nach Vietnam, wo sie eine formale Vereinbarung mit der Regierung unterzeichnete, um 200 Bären aus Farmen zu retten. Zwar sind dort Bärenfarmen illegal, dennoch werden 4.000 Bären noch immer in Käfigen gehalten und vielen wird dabei trotz des Verbots weiterhin der Gallensaft abgezapft.
Die Arbeit der Organisation umfasst auch Nachforschungen über die hohe Sterblichkeit von Bären aufgrund von Leberkrebs. Heute sind die Pathologen besorgt über einen möglichen Zusammenhang mit verunreinigter Bärengalle. Darüber hinaus melden sich in Vietnam jetzt auch Ärzte zu Wort und sprechen über Krankheiten und sogar Todesfälle aufgrund der Einnahme von Bärengalle.
In Asien hat sich in den letzten zehn Jahren eine Tierschutzbewegung gebildet, bei deren Entwicklung Animals Asia eine Schlüsselrolle spielte und sie weiter vorantrieb durch die Bereitstellung von Hilfsmitteln und Beratungsleistungen.
Jill Robinson dazu: „Die letzten Jahre waren für Animals Asia aufregend und ereignisreich, denn unsere Anstrengungen während der letzten Dekade zeigen Wirkung. Vor zwanzig Jahren gab es nur eine Tierschutzgruppe in China. Jetzt sind es mehr als 50. Auch die Beziehungen zur Regierung haben sich positiv entwickelt. Sensitive Themen werden jetzt breit in den Medien behandelt, es gibt Unterstützung von Seiten der Traditionellen Medizin, um ,zu heilen ohne zu schaden’. Immer mehr tapfere Aktivisten kämpfen heute für die Rechte der Tiere.“
Bei einer Veranstaltung mit dem Titel „Bären im Film“, die heute Abend im Britischen Konsulat in Hongkong stattfindet, wird auch ein Kurzfilm „Mondbären Rettung: Ein Jahrzehnt später…“ zum ersten Mal gezeigt. Darin wird der Fortschritt beschrieben, der in den vergangenen zehn Jahren erreicht wurde, aber auch die Herausforderungen, die noch vor uns liegen. Ab morgen wird dieses Video auch auf Youtube zu sehen sein.
Bei der Veranstaltung wird auch die Schauspielerin und Sängerin Karen Mok sprechen und einen Kurzfilm mit dem Titel „Stain“ vorstellen, in dem sie die Hauptrolle spielt. Der Film, der die Grausamkeiten der Gallenfarmen zeigt, wird neben anderen regionalen Netzwerken oft auch auf National Geographic Channel und bei Animals Planet des Discovery Channel zu sehen sein.
Seit 2004 ist Karen die Botschafterin für Animals Asia. Um ihre uneingeschränkte Unterstützung herauszuheben, wird sie heute auch die Schirmherrschaft für Animals Asia übernehmen.
Bis zu 15.000 Bären werden in Asien wegen ihrer Galle auf Farmen gehalten, die in der Traditionellen Asiatischen Medizin eingesetzt wird, obwohl es mehr als 54 preisgünstige pflanzliche und synthetische Alternativen dafür gibt. In China müssen die Bären bis zu 30 Jahre in winzigen Käfigen ausharren, wobei ihnen über primitive Katheter oder eine permanente Öffnung im Bauch regelmäßig Gallensaft abgezapft wird. Offiziell werden in China über 7.000 Bären auf den Farmen gehalten, doch Animals Asia befürchtet, dass die tatsächliche Zahl über 10.000 ist.
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