Jill entdeckte 1993 diesen Bären, der jahrelang in diesem kleinen Käfig gefangen war.
Jill mit einem der ersten Bären, der 1995 gerettet wurde.
Endlich gerettet. Die ersten fünf Bären kommen im Rettungszentrum Pan Yu an.
Als im Jahr 1993 die Gründerin und Leiterin von Animals Asia, Jill Robinson MBE, auf eine der chinesischen Gallefarmen kam, war dies die Reaktion auf das Schreckliche, das sie dort sah:
„Es ist eine Folterkammer, die Hölle für Tiere. Wie man sehen kann, können sie sich nicht bewegen, nicht aufstehen, sich nicht umdrehen. Nur ihre Tatzen können sie herausstrecken, um so an Futter zu kommen.“ Hier kommt Jill selbst zu Wort
Was Jill sah, waren Asiatische Schwarzbären (man nennt sie wegen des gelben halbmondförmigen Flecks im Fell auf ihrer Brust auch Mondbären), die in winzigen Eisenkäfigen gefangen waren. Rostige Metallkatheter waren in ihre Bäuche eingesetzt, durch die der Gallensaft abgezapft wurde, der in der Traditionellen Medizin verwendet wird. Später fand sie heraus, dass er komplett durch preisgünstigere Pflanzen oder synthetische Stoffe ersetzt werden kann.
Jill begann mit ihrer rastlosen Arbeit in China, knüpfte Beziehungen und verhandelte mit Regierungsbehörden um diese grausame Praxis zu beenden.
1995 schloss das Forstministerium von Guangdong die von Jill enttarnte Farm und übergab die Bären an Jill und das Rettungsteam von Animals Asia. Es folgten Operationen und Erholungszeiten, bis sieben dieser Bären im Dezember 1996 in eine Rettungsstation nach Pan Yu in Südchina gebracht wurden. Heute leben noch vier davon und sind jetzt nach ihrer Überführung 2009 in unser Rettungszentrum für Mondbären in Chengdu sicher, zufrieden und frei.
In den Jahren 1997 und 1998 kam es zu intensiven Verhandlungen mit den chinesischen Behörden, bei denen wir die pflanzlichen Alternativen zur Bärengalle in der traditionellen Medizin weiter hervorhoben.
1999 nahmen Mitarbeiter von Animals Asia die Einladung der Behörden in Peking zum Besuch von elf Farmen in der Provinz Sichuan an.
Die Verhandlungen über ein neues Abkommen mit den Bärenfarmen und einer groß angelegten Bärenrettung gingen weiter.
Unterzeichnung des Abkommens in 2000
Im Juni 2000 wurde in Peking, Sichuan und Hongkong ein wegweisendes Abkommen zwischen Vertretern der chinesischen Behörden und Animals Asia über die Zusammenarbeit zur Rettung von 500 Bären in der Provinz Sichuan und mit dem gemeinsamen langfristigen Ziel der Beendigung der Bärenfarmen unterzeichnet.
Im Juli 2000 fandin Hongkong die offizielle Feier zur Unterzeichnung des Abkommens mit allen Beteiligten statt. Dabei wurde die Bärenrettung in China erstmals der weltweiten Presse vorgestellt.
Das Abkommen in Kürze
Kurzfristig – die schlimmsten Farmen in Sichuan sollen geschlossen und 500 Bären gerettet werden.
Mittelfristig – Das Programm soll auf ganz China ausgedehnt und die Zahl der in Farmen gehaltenen Bären kontinuierlich reduziert werden.
Langfristig – Die Abschaffung der Bärenfarmen und Versorgung der verbliebenen Bären.
Im Rahmen dieses Abkommens unterstützen wir auch gemeinsam die Forschung zur Herstellung und Verwendung pflanzlicher und synthetischer Alternativen zur Bärengalle. Darüber hinaus arbeiten wir gemeinsam an der Aufklärung der Konsumenten, um sie zu ermutigen, Produkte mit Bärengalle nicht zu verwenden.
Alle am Abkommen Beteiligten unterstützen auch weiterhin die Politik der Regierung für ein Verbot des Exports von Bärengalle und werden öffentliche Programme starten, um die Bevölkerung über den Schutz von Wildtieren und den Schutz des Lebensraums von Bären aufzuklären.
Die Animals Asia Foundation hat sich bereit erklärt, den Farmern eine gewisse Entschädigung zu zahlen um zu verhindern, dass Bären geschlachtet und verwertet werden und um verarmten Farmern eine alternative Existenzgrundlage zu ermöglichen. Die Regierung von Sichuan übergibt die beschlagnahmten Lizenzen an Animals Asia und eine landesweit gültige Verordnung stellt sicher, dass keine neuen Lizenzen mehr vergeben werden.
Sie können den Fortgang der Rettung in unseren Rettungstagebüchern verfolgen.
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