Was tut Animals Asia für ein Ende der Bärenfarmen?
Animals Asia hat eine Vereinbarung mit der chinesischen Regierung zur Rettung von 500 Bären und zur Zusammenarbeit für ein Ende der Bärenfarmen im ganzen Land. Wir haben auch in Vietnam eine Vereinbarung zur Rettung von 200 Bären (Dort sind Bärenfarmen illegal). Stand heute wurden in China fast 280 und in Vietnam über 70 Bären gerettet und in unsere Pflege übernommen. Fast alles sind Asiatische Schwarzbären (auch bekannt als Mondbären). Es gibt auch einige Sonnen- und Braunbären darunter.
Gleichzeitig untersuchen wir die komplexe Dynamik dieses Geschäfts – wir erforschen die Gesundheit und Krankheiten der Bären, den Handel mit Galle, den Gebrauch von Galle und Alternativen zu Galle.
Wir arbeiten auch mit Ärzten der Traditionellen Medizin, mit der Öffentlichkeit, Schulen und den Medien in China und Vietnam aber auch international zusammen..
Durch unsere Vereinbarung mit der chinesischen Regierung wurden ganze Farmen geschlossen und die eingesperrten Opfer dort in unserer Fürsorge gegeben. Wir bekommen die ursprüngliche Lizenz und die Farmer erhalten eine Entschädigung um eine andere Tätigkeit aufzunehmen. So wird ihre Lebensgrundlage nicht durch unsere Arbeit zerstört.
Alles über diese Kampagne findet sich auf unserer Webseite. Doch hier ist eine Zusammenfassung unserer derzeitigen Infokampagne und der Kampagne Heilen ohne Schmerzen. Beide fokussieren auf China, wo Bärenfarmen noch immer legal sind.
Lobbyarbeit bei der Regierung und Partnerschaften
Seit Juli 2000 arbeiten wir mit der Forstverwaltung von Sichuan und der China Wildlife Conservation Association (CWCA) in Peking zusammen um Bärenfarmen zu schließen und gemeinsam unserem Ziel des landesweiten Endes der Bärenfarmen näher zu kommen. Bisher wurden über 40 Farmen geschlossen..
Wir arbeiten auch daran, die chinesische Regierung zu überzeugen, Gesetze für ein Ende der Bärenfarmen zu erlassen und durchzusetzen. Dazu machen wir Lobbyarbeit und entwickeln unsere Verbindungen in der Zentrale und den Provinzen. Dazu zählt auch unsere Zusammenarbeit mit Mitgliedern des Nationalen Volkskongresses, der die Gesetze erarbeitet, und Beamten in der Forstschutzbehörde auf Ebene des Zentralstaats und der Provinzen, der CWCA, den Gesundheits- und Arzneimittelbehörden, der Traditionellen Medizin (TCM), der Industrie und der Verwaltung.
Im Dezember 2009 waren wir dabei, als Forstschutzleiter von 18 der 31 Festlandsprovinzen und Distrikte das Gelöbnis abgaben, frei von Bärenfarmen zu bleiben und alle noch versteckten Gallenfarmen zu schließen. Seither hat auch die Provinz Shandong mitgemacht. Zusammen mit Shanghai sind jetzt 20 Provinzen und Distrikte frei von Bärenfarmen. Somit ist jetzt über die Hälfte von China von der Galleindustrie befreit und entschlossen, dies auch zu bleiben.
Die Führer dieser Provinzen wollen auch den Naturschutz, die Forschung und die Aufklärung der Öffentlichkeit über die Wildtiere in ihren Provinzen fördern. Animals Asia hat zugesagt, solche Initiativen zu unterstützen und den “Wildlife Welfare and Conservation Fund” dafür gegründet, um mitzuhelfen, Wildtiere und gefährdete Arten wie den chinesischen Mondbären zu schützen und den Respekt ihnen gegenüber zu stärken.
Zusammenarbeit mit der Gemeinschaft der Traditionellen Medizin
Unsere Arbeit mit der TCM-Gemeinschaft ist entscheidend und viele bekannte Ärzte der Traditionellen Medizin unterstützen unsere Anstrengungen für ein Ende der Bärenfarmen. Sie sagen, die körperliche und seelische Herabsetzung der Bären dort steht in Konflikt mit der Harmonie in der Natur, einem Kerngedanken der chinesischen Medizin. Wir verstärken unsere langjährige Kampagne “„Heilen ohne Schmerzen“zusammen mit Praktikern der TCM auf der ganzen Welt und Ärzten und Apothekern in China, die sich verpflichten, keine gefährdeten Tierarten als Medizin zu verschreiben oder zu verkaufen.
Im November 2009 gingen wir eine Partnerschaft mit dem American College of Traditional Chinese Medicine (ACTCM) ein und finanzierten ein „Train-the-trainer“ TCM Symposium in Peking. Dabei waren auch ein chinesischer Pathologe, ein Arzt der TCM und ein Forscher der Universität von Hongkong (mehr unten), die sich gegen Bärenfarmen aussprachen im Angesicht des Zustandes der Bären, der einfach verfügbaren Alternativen und der möglichen Gesundheitsrisiken durch verschmutzte Bärengalle.
Dr. Lixin Huang, Präsident der ACTCM, fasst ihre Haltung (und die ihrer Kollegen) für ein Ende der Bärenfarmen klar zusammen wenn sie sagt:
„Die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) fördert Harmonie und Heilung. Der Gebrauch von Bärengalle und gefährdeter Tierarten in der TCM fördert weder die Harmonie noch die Heilung. Viele Produkte, die Bärengalle enthalten, werden von den Ärzten der TCM weder verschrieben noch empfohlen. Wir fordern die Bärenfarmer auf, die Traditionelle Medizin nicht als Entschuldigung für die Haltung von Bären zu benutzen. Denn wir brauchen keine Bärengalle um das Leben von Patienten zu retten.“
Im Februar 2010 schlossen wir uns 33 Apotheken in Chengdu an, die versprachen, in ihren Geschäften keine Produkte aus Bärengalle zu lagern oder zu verkaufen – und prompt vor ihrem Geschäft die existierenden Produkte vor den Augen eines überraschten doch zustimmenden Publikums öffentlich zu verbrennen!
Forschung über die Wirksamkeit von Alternativen
Wir unterstützen die wegweisende Arbeit von Professor Feng Yibin und seinen Kollegen an der Schule für Chinesische Medizin der Universität von Hongkong. Professor Feng erforscht die Wirksamkeit verschiedener pflanzlicher Alternativen bei Krankheiten, die gewöhnlich mit Produkten aus Bärengalle behandelt werden und macht Studien, in denen er Extrakte von zwei Arten der Pflanze „Coptis“ mit naturbelassener Bärengalle und gereinigten Bestandteilen von Bärengalle vergleicht.
In den Tests erwies sich Coptis als weit wirksamer als Bärengalle beim Abtöten von Krebszelllinien. Diese Forschung geht weiter und hilft mit Behauptungen der Regierung zu widerlegen, dass es keine wirksamen Alternativen zu Bärengalle gebe.
Information der Öffentlichkeit – Gesundheitsrisiken durch Bärengalle, Alternativen und Grausamkeit in den Farmen
Für Beamte der Regierung, Zielgruppen wie Verbraucher von Bärengalle, Finanziers, Partner, Ärzte der TCM, und der allgemeinen Öffentlichkeit stellen wir Informationen über die grausame Behandlung er Bären, den Einfluss auf den Artenschutz und möglicher Gesundheitsrisiken beim Gebrauch von Bärengalle zur Verfügung. Wir besuchen auch Schulen in China und zeigen den Kindern früh, dass Bären nicht in Farmen, sondern in die Wildnis gehören.
Einer der wichtigsten Aspekte der Arbeit von Animals Asia ist die Einbeziehung der Menschen, die heute oder in Zukunft Bärengalle konsumieren. In unseren Rettungsstationen öffnen wir die Tore für tausende Schulkinder und Studenten, die über diese barbarische Industrie erfahren und verstehen lernen, warum sie Bären um ihrer selbst willen schützen sollen und nicht, wie diese der Menschheit nützlich sind.
Die Besucher verlassen uns mit dem Versprechen, nie mehr Bärengalle einzunehmen und diese Botschaft an ihre Familien, Freunde und in ihrer Gemeinschaft zu verbreiten. Wir können ehrlich sagen, das seit Beginn unserer Arbeit im Jahr 2000 kein einziger Besucher wegging und weiter behauptet, dass Bärenfarmen weiter bestehen sollen – das schließt einen Besuch eines ehemaligen Bärenfarmers ein.
Wir arbeiten mit Studenten der Traditionellen Medizin in ganz China um sicher zu stellen, dass sie später nie Teile von Bären oder Galle verschreiben.
Unterstützung durch Medien und Persönlichkeiten
In China und Vietnam helfen uns dort sehr bekannte Persönlichkeiten die Botschaft über die Grausamkeit und Unnötigkeit der Bärenfarmen weiter zu tragen. Karen Mok Man Wai (die „Madonna Asiens“) arbeitet in China mit uns. Maggie Q („Stirb langsam 4“, „Mission impossible“) arbeitet mit uns in Vietnam.
Internationale Unterstützung erfahren wir von Olivia Newton John, Stephen Fry, Virginia McKenna, Sir Terry Waite, Dr. Dame Jane Goodall, Dr. Katrina Warren und bis vor kurzem Seven Irwin (RIP).
Fördern des Wandels von innen
In China wächst eine enorme Bewegung – angeheizt nicht nur durch Organisationen wie uns, die still im Hintergrund mit der Zentralregierung und örtlichen Behörden arbeiten, sondern auch von chinesischen Gruppen die sich laut und immer wirkungsvoller äußern.
Mehr als 60 Gruppen aus dem ganzen Land machen bei unserer Animals Asia Freundschaft Allianz mit. Wir helfen diesen Gruppen durch Rat, kleinen Zuwendungen und Informationen und lassen sie so wachsen. Wir wollen noch mehr Menschen vor Ort in China helfen, damit sich China von innen heraus wandelt. Diese Menschen bringen den Tierschutzgedanken nach vorne und beschleunigen Programme für ein Ende der Grausamkeit und des Missbrauchs.
Wir glaube, die beständige Weiterentwicklung all dieser Ansätze bringt uns sowohl dem Ende der Bärenfarmenindustrie als auch der Verwendung von Bärengalle näher.
Nach den Rettungsaktionen in China im März 2008, Februar 2009 und April 2010 wissen wir nicht, wann neue Bären in unsere Obhut übergeben werden. Doch wir können versprechen, dass wir unsere Kampagne für ein Ende dieser schrecklichen Industrie nicht eher beenden.
Was Sie tun können Animals Asia unterschätzt nie die Macht des geschriebenen Wortes. Ein einzelner Brief oder E-Mail scheint nicht viel zu sein. Doch der gemeinsame Ausdruck der Meinung vieler Menschen kann echten Wandel bringen.
Wir bitten Sie dringend, alles zu tun um die chinesische Regierung zu ermutigen, diese barbarischen Praktiken zu beenden. Schreiben Sie bitte einen höflichen Brief an den chinesischen Botschafter in Ihrem Land. Die Adressen dazu finden sich hier.
Gemeinsam und mit Ihrer Unterstützung schaffen wir den Wandel zum Besseren für alle Tiere in China.