Wayne und Murphy fühlen sich im neuen Zuhause wohl
29. Juli 2011: Als vor zwei Wochen unsere jüngsten geretteten Welpen, Wayne und Murphy, im Rettungszentrum im Tam Dao Nationalpark ankamen, war ihre erste Unterkunft unser derzeitiges „Welpenhaus“.
Ursprünglich wurde dieses kleine aber geräumige und welpensichere Haus für die wenigen kleinen geretteten Bären gebaut. Seitdem aber hat es viele kleine verwundbare Welpen gesehen, die sie als starke, selbstsichere kleine Bären wieder verlassen haben! Unsere Welpen sind allesamt Opfer des illegalen Handels mit Wildtieren, die auf ihrem Weg in ein Leben voller Qualen auf Bärenfarmen aus den Händen von Schmugglern gerettet wurden.
Zunächst waren Wayne und Murphy sehr verängstigt, da das Haus so viel größer war als der Käfig, in dem sie in der Station der Forstschutzbehörde (FPD) gelebt haben. Doch seither haben sie sich sehr schnell umgewöhnt und werden mit jedem Tag mutiger. Schnell wuchs ihre Neugierde und sie nahmen bald zufrieden die Früchte aus den Händen ihrer Pfleger an. So wuchs ihr Selbstvertrauen und ihre Furcht verlies sie.
Caroline, die Tierkrankenschwester, sagt dazu. „ Wayne war der schüchterne der beiden und zeigte ein sehr stereotypes Verhalten als wir ihn zum ersten Mal trafen. Sehr traurig, das schon bei einem Welpen zu sehen.“ Stereotypes Verhalten findet man bei Bären und anderen Tieren, die lange in Gefangenschaft waren, ohne Ablenkung und in einer stressigen Umgebung. Es zeigt sich in gleichbleibendem Verhalten wie — dem Nagen an den Gitterstäben, dem Schaukeln mit dem Kopf, wiederholten Bewegungen und sogar Selbstverstümmelung.
Vorsichtig gehen Wayne und Murphy in ihr neues Welpenhaus. Der viele Platz hat sie eingeschüchtert.
Obwohl wachsam und nervös, inspizieren die Welpen ihre neue Umgebung. Der Wassertrog zieht sie magisch an.
„Inzwischen sind Furcht und stereotypes Verhalten sehr viel schwächer geworden“, sagt Caroline, „und wenn es um die Milch geht, ist Wayne sogar der mutigere der beiden Welpen. Wieder haben sie uns gezeigt, wie schlau Bären sind. Denn schnell haben sie gelernt, für Milch an die Futterschüsseln zu kommen.“
„Auch ihre Früchte schmecken ihnen. Besonders Pfirsich und Wassermelone, die sie sehr schnell verschlingen, wenn sie nach der Fütterung in ihrem Gehege umherstreifen auf der Suche nach weiteren Köstlichkeiten. Gern spielen sie auch mit den Zweigen, etwas, was für sie wahrscheinlich neu ist und beginnen auch, mit den Spielsachen in ihrem Gehege zu spielen. Wie alle Mondbären lieben sie das Wasser und haben viel Spaß beim Bad in einer großen Plastikwanne!“
Jeden Tag werden sie mutiger. Zum ersten Mal machen die Welpen Erfahrung mit frischem Gras, bei allen unseren Bären sehr beliebt.
Murphy traut sich schon weiter und klettert zwischen den Spielsachen umher, die sich in dem Welpenhaus befinden.
Wir stehen kurz vor dem Abschluss des Baus eines neuen „Welpenhauses“, dessen große und geräumige Behausungen Zugang zu Freigeländen haben. Dort werden bald viele unserer jungen „Halbwüchsigen“ aus dem kleinen Welpenhaus einziehen. Für die meisten bedeutet das, dass sie zum ersten Mal in ihrem Leben ungehemmt im Gras herumtollen, spielen, klettern, schwimmen und im Freien nach Futter suchen können.
Wenn Wayne und Murphy etwas älter und etwas mutiger sind, werden wir sie mit dieser Gruppe zusammenbringen, damit sie Freunde für ein langes, sicheres und geschütztes Leben finden, das noch vor ihnen liegt. Und das dank der dauerhaften Unterstützung unserer wunderbaren Spender.