Hunde aus aller Welt kommen nach Haiti und helfen bei Rettungsmaßnahmen
Ron Weckbache und Rettungshund Dawson von der National Disaster Search Dog Foundation
Schnell wurden aus der ganzen Welt professionell trainierte Suchhunde zusammengezogen, um bei Rettungsaktionen im erdbebenzerstörten Haiti zu helfen. Anstrengungen in diesem Ausmaß gab es bisher noch nie und sie entsprechen der bereits bekannten Zerstörung in diesem karibischen Land.
Gestern konnte man französische Teams mit ihren Spürhunden sehen, die Lastwagen bestiegen für die Fahrt zum Flughafen und weiter nach Haiti. Die Hunde freuen sich offensichtlich auf die Aufgabe und zerrten aufgeregt an den Leinen.
China schickte eine Chartermaschine mit mehreren Suchhunden und 10 Tonnen an Zelten, Nahrung und medizinischer Ausrüstung. Am Flughafen Peking wurde eine ernste Zeremonie abgehalten, bevor die Teams abflogen. Die Hunde und ihre Führer waren in einer Reihe angetreten, die Ausrüstung war bereit. Das chinesische Team kam heute in Haiti an und arbeitet derzeit dort.
Laut einer Mitteilung von Itar Tass verließ ein Team vom russischen Ministerium für Notfall Einsätze (EMERCOM) heute Moskau auf dem Weg nach Haiti. Die Il-76 transportierte 22 Retter, darunter acht Ärzte, zwei Psychologen und sechs Hundeführer mit Suchhunden. Nach einem anderen Bericht sollen die Hunde – drei Labradore, zwei Golden Retriever und ein Deutscher Schäferhund auch die Anspannung an Bord mildern. Das Flugzeug machte eine Zwischenlandung auf Island. Die Hunde liefen frei, ohne Käfige, doch Zuschauern wird nicht empfohlen, mit ihnen Kontakt aufzunehmen. Ein Sprecher von EMERCON sagte. „Die Hunde müssen schwer und unter beschwerlichen Umständen arbeiten und ihr Zustand darf in keiner Weise gefährdet werden.“
Aus Peru sah man den Feuerwehrmann Gustavo Villavisencia und Suchhund Duncan sowie Vanessa Diaz mit ihrem ausgebildeten Hund Rory, die sich gestern für den Abflug nach Haiti fertig machten.
Auch die Marine von Mexico brachte ein Team mit Rettungshunden, Nahrung und Ausrüstung für die Erdbebenopfer.
Aus Taiwan kam ein großes Team in einem dortigen Flughafen zusammen, auf dem Weg nach Haiti. Mindestens ein Rettungshund war dort dabei.
Douglas Alexander ist der englische Entwicklungshilfeminister und er berichtet in der The Straits Times von einem 64-Personen Team, inklusive Suchhunden, das von Gatwick aus nach Haiti aufgebrochen ist.
Dutzende anderer Länder wie Spanien, Island, Kanada, Deutschland, Venezuela und andere haben Rettungsteams, Ärzte, Geld und Lebensmittel zugesagt. Die meisten sind bereits vor Ort.
Die USA waren mit die ersten, die halfen. Präsident Barack Obama sagte, dass Amerika weiter „bereit sei, den Menschen von Haiti zu helfen.“ Laut Rajiv Sah und einem Bericht in Business Week, haben die USA zwei 72-Personen Teams mit Hunden geschickt, um Überlebende auszugraben. Sah wurde von Obama mit der Koordination der amerikanischen Hilfen beauftragt.
Amerikanische Organisationen, die Such- und Rettungshunde trainieren, haben zu Aktionen aufgerufen. So auch gestern um 22.00 Uhr die National Disaster Search Dog Foundation. Sechs Hundeteams wurden nach Haiti gesandt.
Debra Tosch, die Executive Direktorin des NDSDF sagte, „unsere Herzen sind bei unseren Nachbarn in Haiti und wir fühlen uns geehrt mithelfen zu können, um Überlebende dieser schrecklichen Tragödie als Mitglieder der CA-TF2 (Codename der Taskforce) zu finden. Für diesen Tag wurden unsere Teams ausgebildet; wenn das Undenkbare passiert, sind Teams der SDF bereit zu helfen und den Opfern Hoffnung und Trost zu bringen.“