Zwei junge Mondbären sind nach einer langen Reise aus den Gebirgen in der Region Yibin sicher im Rettungszentrum für Mondbären in China angekommen. Sie wurden erst vor Kurzem von der Forstschutzbehörde von Sichuan bei Dorfbewohnern dort beschlagnahmt. Sie hatten die Bären wurden vor fast zwei Jahren in der Wildnis gefunden.
Bei uns heißen sie jetzt Rudolph und Holly, Die beiden Jungbären gewöhnen sich schnell ein und erhalten ein erstes Gefühl für das vergleichsweise „süße“ Lebens hier im Rettungszentrum.
Wir schätzen ihr Alter auf unter zwei Jahre. Sie scheinen bei recht guter Gesundheit zu sein und haben keine offensichtlichen Krankheiten. Beide wiegen zwischen 70 bis 80 kg. Die Dorfbewohner haben sich gut um diese beiden kleinen Bären gekümmert und sie als ihre besonderen Begleiter immer gesund und sicher gehalten. Doch mit dem Heranwachsen der Bären wuchs auch die Erkenntnis, dass ihre weitere Pflege schwierig sein würde. So suchten die Dorfbewohner suchten einem neuen Zuhause für die Bären.
Wir glauben, dass es dort potenzielle Käufer für die Bären gab, die sie für ihren „Einsatz“ in der Galleindustrie zu kaufen versuchten. Doch die Dorfbewohner wollten stattdessen gemeinsam mit der Forstschutzbehörde von Sichuan eine andere Lösung zu suchen. Schließlich wurden die Jungtiere den Behörden übergeben und man kam überein, sie in unser Rettungszentrum in Chengdu zu bringen.
Freitag, 7. Dezember 2012. Nach der langen Fahrt von Yinbin nach Chengdu waren Rudolph und Holly verständlicherweise bei ihrer Ankunft im Rettungszentrum scheu und nervös. Gleich nachdem sie vom Lastwagen geladen worden waren, versorgte das Bärenteam sie mit frischen Früchten und leckerer Erdbeersauce, um sie zu beruhigen. Sorgsam wurden sie durch das Team in unsere Transportkäfige gelockt. Dort werden sie während der ersten Quarantänezeit bleiben und können so Kraft sammeln und Vertrauen zu ihren Pflegern zu fassen.
Derzeit sind sie in getrennten Käfigen, die nebeneinander stehen. Nach ihren Gesundheitschecks gegen Ende der Woche werden sie die verbleibende Quarantänezeit gemeinsam in einer Unterkunftseinheit für „große Bären“ im Erholungsbereich verbringen, ehe sie vollständig in das Rettungszentrum integriert werden.
Rudolph ist der Tapfere der beiden. Zwar frisst er alles was süß ist, doch ansonsten ist er momentan etwas wählerisch. Holly ist nervöser und vorsichtiger. Doch auch sie frisst gut und nimmt alles an, was man ihr anbietet.
Das Schicksal dieser jungen Bären hat sich dauerhaft gewandelt - dank der Forstschutzbehörde von Sichuan, die den Dorfbewohnern geholfen hat, ein neues sicheres Zuhause für sie zu finden. So können Rudolph und Holly jetzt nachts in ein weiches, warmes Nest aus Stroh und Zweigen sinken. Sie sind in Sicherheit.
„Ein Zuhause für diese beiden Bären ist das perfekte Weihnachtsgeschenk für Animals Asia, unsere Unterstützer in der ganzen Welt und natürlich für die Bären selbst. Wir danken der Forstschutzbehörde von Sichuan aus ganzem Herzen und freuen uns, unsere neuen Familienmitglieder in den nächsten Wochen kennen zu lernen.“