26 Gruppen feierten mit der Animals Asia Foundation den Welttierschutztag
Moosburg, 15.11.2006 – 26 Tierschutzgruppen aus ganz China feierten gemeinsam mit der Animals Asia Foundation (AAF) den Welttierschutztag. Wie Christie Yang Min, bei AAF verantwortlich für Öffentlichkeitsarbeit in China, beobachten konnte, feierten viele Gruppen direkt am 4. Oktober, aber auch in den Wochen danach gab es noch zahlreiche Veranstaltungen aus diesem Anlass.
„Für Respekt und Liebe gegenüber allen Begleittieren und für die verantwortungsvolle Haltung von Haustieren zu werben war das Ziel dieser landesweiten Feiern“, erklärte Christie Yang. „In China ist das gerade im Jahr des Hundes besonders wichtig, denn in vielen Städten werden Hunde aus Angst vor Tollwut brutal und ohne Notwendigkeit getötet.“
„Auf die Einladung zur Feier des Welttierschutztages gab es sehr viel positives Feedback – nahezu alle Gruppen wollten daran teilnehmen. Wir haben ein Faltblatt entwickelt, dem alle Gruppen zustimmten und das ihren Logos versehen wurde. So erkannten alle, dass wir stärker sind, wenn wir zusammenarbeiten“, erklärt Yang weiter.
Die teilnehmenden Gruppen kamen zum ersten Mal im März 2006 zusammen, als in China das erste Symposium für Begleittiere stattfand, in Guangzhou, organisiert und veranstaltet von Animals Asia.
Über 10.000 Dr. Hund-Infopakete, 7.000 Informationsblätter über Haustierpflege und 250.000 Welttierschutztag-Informationsblätter wurden von AAF verschickt, um diesen Gruppen bei der Organisation ihrer eigenen Veranstaltungen zu helfen und bei ihrem Auftrag, für mehr Respekt für Tiere im Zusammenleben mit Menschen zu werben.
Es gab viele und unterschiedliche Aktivitäten der einzelnen Gruppen. Einige organisierten kleinere Treffen von Haustierbesitzern, andere führten große Veranstaltungen durch. Allen gemeinsam war das Ziel – die Bedeutung von Tieren auf dieser Welt hervorzuheben.
In Chengdu, in der Provinz Sichuan, traf sich Jill Robinson, Gründerin und CEO von AAF, mit lokalen Tierschutzgruppen und Freiwilligen des Dr. Hund-Programms zu einem „Dr. Dog Harmony Walk“. Dazu gehörte auch ein Gespräch mit der Krankenschwester des Huaxi Hospizes über die vielen Vorteile, die der Besuch der Hundedoktoren für die Patienten bringt.
Jill Robinson sprach über ihre widersprüchlichen Gefühle an diesem Tag – Stolz und Hoffnung, dass so viele Menschen hatten teilgenommen, um diese Veranstaltung zu unterstützen, aber Trauer, dass noch immer unzählige Tiere verzweifelt Hilfe brauchen.
„Während wir hier in Gesellschaft unserer besten Freunde feiern, Hunden, die uns beschützen und bedingungslos lieben, erleiden genau hier, in diesem Moment, in China auf Märkten für lebende Tiere, Millionen von Hunden und Katzen ein schreckliches Leben und den grausamsten Tod“, so Jill Robinson.
„Auf diesen Märkten sehen wir Hunde und Katzen, eingezwängt in Käfige, ohne Futter, Wasser oder Schatten. Über lange Strecken auf Lastern transportiert und dann totgeschlagen oder in den Hals gestochen oder lebendig gekocht als Mahlzeit.“ Aber auch wenn die Herausforderung sehr groß sei, so bestehe doch immer auch Hoffnung, äußerte sich Robinson.
„Lassen Sie uns mit der Regierung zusammenarbeiten, mit Tierschützern und –Rettern, gemeinsam Tierschutzthemen bearbeiten – die Kontrolle der Streuner, Seuchenprävention, Aufklärungsarbeit und öffentliche Bedenken“, forderte Robinson auf. „Nur wenn wir dieses Grundregeln und Handlungen in unserem täglichen Leben befolgen, können wir sowohl für die Hunde als auch die Menschen in China eine Verbesserung erreichen.“
Hier eine Anzahl anderer Veranstaltungen, die im ganzen Land stattfanden:
In Nanjing führte Frau Ha Wenjin eine breit gefächerte Protestveranstaltung gegen den Verzehr von Hunden unter dem Motto „Gefährte für ein Leben, ich stehe dazu” durch. Über 400 Hunde kamen zu dem Treffen und hinterließen ihren Pfotenabdruck auf einem Banner mit der Botschaft “Esst uns nicht!”.
Die Chongqing Gesellschaft für Kleintiere führte vor einem Warenhaus in Chongqing eine Roadshow durch. Mitglieder der Gesellschaft verteilten 500 Dr. Hund-Pakete und 1.000 Welttierschutzblätter. Auch sie nannten ihre Veranstaltung „Gefährte für ein Leben, ich stehe dazu“.
Die Hainan Gesellschaft für Kleintiere hielt in Haikou auf der Insel Hainan eine Parade ab. Poster, die für Tierschutz warben, waren an den Seiten der Autos befestigt.
Ein privates Tierheim in Panyu, südlich von Guangzhou, hielt eine Versammlung für Tierbesitzer ab und verteilte Informationsmaterial, das von AAF bereitgestellt wurde.
Die Shenzhen Hunde organisierten ein Treffen der Haustierbesitzer.
Die Xiamen Haustier-Webseite verteilte Werbematerial auf dem örtlichen Campus.
Ein privater Hunderetter in der Provinz Henan führte anlässlich des Welttierschutztages eine Roadshow durch und verteilte dabei Informationsmaterialien von AAF.
De Welttierschutztag wurde 1931 in Italien auf einer Versammlung von Ökologen gegründet, um ein Licht auf die Not bedrohter Tierarten zu werfen. Im Laufe der Jahre umfasste er alle Tiere und heute wird dieser besondere Tag auf der ganzen Welt gefeiert.
Animals Asia Foundation Copyright alle Rechte geschützt 2013