ich heiße Loulou und Animals Asia bat mich, etwas über mich, mein Leben und meine Arbeit als Dr. Hund und Professor Pfote zu schreiben.
Wie man sehen kann, schaue ich wie ein kleiner Dalmatiner aus. Doch einige Menschen sind der Meinung, dass auch ein Teil Whippet in mir steckt. Doch wichtig ist, dass ich sehr viele schwarze Punkte habe, auf die ich sehr stolz bin!!
Wann und wo ich geboren wurde, ist nicht ganz klar. Doch ich weiß, dass ich jetzt etwa 18 Jahre alt bin.
Ehe ich mich entschloss, bei Rob, Moni und Josie zu wohnen, lebte ich in mindestens vier anderen Heimen. Doch die Menschen dort passten nicht zu mir, da ich doch sehr lebhaft war. So kam ich schließlich ins Tierheim und wartete, bis mich Rob mit nach Hause nahm. Zu dieser Zeit war ich etwa drei bis vier Jahre alt.
Ich erinnere mich, dass ich seit meiner Geburt fast blind und sehr taub war, und meines Wissens nach wuchsen meine Zähne nur als wenige flache Stumpen. Vor etwa vier Jahren nahm mir ein Arzt die beiden Augen heraus und ersetzte sie mit wunderbaren künstlichen Augen; ich bin so stolz auf sie, denn jeder vergisst, dass ich nicht sehen kann!!
Eine Woche nach meiner Adoption kam mit Foxy ein weiterer Hund aus dem Tierheim zu uns, den ich bereits von dorther kannte. Daher wurden wir sofort beste Freunde.
Kaum einen Monat später fand Moni Yogi, sehr krank und erst drei Tage alt. Da ihn niemand haben wollte, blieb er bei uns.
So wuchs unsere Familie. Rocky fand man im Abfall, Sausage war sehr krank und wurde auch in den Abfall geworfen. Ich bin so traurig, dass Menschen uns das antun können – wir haben auch Herz und Gefühl.
1998 hörte Moni von Dr. Hund und dachte, dass wir da wunderbar passen könnten! Um sicher zu sein, dass wir brave Hunde waren, die nicht schnappen oder beißen, wenn man sie am Ohr zieht oder sie erschreckt, wurden wir getestet. Wir bestanden alle und bald begann unsere liebste Aufgabe.
Unser erster Besuch als Dr. Hund ging zum Heep Hong Society, Catherine Lo Centre in Pokfulam, wo wir viele kleine behinderte Kinder trafen. Im Lauf der Jahre wurde dies mein Lieblingsplatz. Ich war ein sehr lebhafter und zufriedener Hund; daher haben mich viele autistische Kinder gern gehabt. Und ich sie!!
In dreizehn Jahren haben Foxy, ich, Sausage und Miki mit Josie und Moni so viele Plätze besucht – Krankenhäuser, Altenheime, Schulen, Tagesheime etc. und dabei bei vielen Menschen ein Lächeln ins Gesicht gezaubert.
So viele wunderbare Geschichten gibt es…. Wie damals, als der autistische Junge, der nie mit jemandem kommunizierte, plötzlich anfing mit mir zu reden und so schnell mit mir zu rennen, dass meine Ohren flogen!! Nach ein paar Besuchen verbesserte sich seine Kommunikation sehr und wir wurden gute Freunde.
Oder damals, als ich den sehr schwer gestörten Jungen traf, der sich oft selbst schlug – alle anderen Besuchshunde hatten Angst. Sogar Sausage. Doch da ich nicht sehen kann, ging ich ohne Furcht hinein und spielte mit ihm. Danach wurde der Junge ruhiger und ich war so glücklich, dass ich am Ende zu tanzen begann – so aufgeregt war ich!!
Dr. Hund ist ein Therapieprogramm: Wir besuchen Menschen die uns streicheln können, auf deren Schoß wir sitzen, die uns bürsten, uns Leckereine geben und mit uns spazieren gehen.
Bei Professor Pfotewird mehr aufgeklärt: Wir sind bei örtlichen Schulen und helfen, das Englisch der Schüler zu verbessern mit einem Unterricht, bei dem sie lernen, freundlich zu Tieren zu sein.
Bei der Arbeit nehme ich gern ein Leckerli, ich lasse mich gern bürsten und spiele gern oder gehe an der Leine. Wenn uns Josie zu Hause unsere Halstücher umlegt, bellen wir und rennen an die Tür, denn wir gehen gern zur Arbeit!
Doch jetzt im Alter und nach 13 Jahren werden einige Dinge schwieriger und ich glaube, dass ich mich bald zur Ruhe setzen werde. Meine Knochen werden steif und ich ziehe es vor, zu Hause auf meinem eigenen Kissen zu bleiben.
Die Arthritis bereitet mir Schmerzen, doch ich erhalte Pillen dagegen. Ich sehe nichts und höre kaum. Doch die Menschen mögen mich und pflegen mich, und noch liebe ich mein Leben und mein Futter.
Nun schnell noch ein paar Tipps, ehe ich schwimmen gehe:
Seid stets freundlich und respektvoll gegen Tiere
Holt uns aus den Tierheimen: So viele Tiere warten dort auf ein gutes Zuhause
Tiere sind keine Modeartikel und haben selbst vier Beine zum laufen
Denkt nach, bevor ihr euch ein Haustier zulegt; habt ihr die Zeit, euch zu kümmern, zu spielen und es für den Rest des Lebens zu lieben? Falls nicht, seid lieber Tierpate.
Schaut natürlich erst einmal, welchen Ruf eine Organisation hat, ehe ihr dort ein Tier adoptiert oder ehe ihr dorthin spendet.
Woof und auf Wiedersehen
Loulou
Animals Asia Foundation Copyright alle Rechte geschützt 2013