Animals Asia hat erfahren, dass die Polizei in Nanjing am 8. August 2009 bei einem Vorgang beteiligt war, bei dem es um zwei Tibetische Mastiffs ging, die aus dem Hof ihres Besitzers ausgebrochen waren.
Die Hunde haben zwei Bewohner in Nanjing gebissen. Die Polizei wurde benachrichtigt und etwa 50 Polizisten und vier Polizeihunde suchten die Nachbarschaft nach den Tieren ab. Nachdem sie gefunden waren, wurden sie eingefangen und zu einem örtlichen Tierheim gebracht.
In Nanjing ist es den Bewohnern verboten, große Hunderassen zu züchten. Dazu zählt auch der Tibetische Mastiff. Nur zu oft sehen wir in den Städten Chinas, dass die Behörden auf Hundebisse und unregistrierte Hunde mit dem Töten dieser Tiere reagieren. Hier hat die Polizei von Nanjing das Problem human gelöst und auf die betroffenen Hunde rücksichtsvoll reagiert. Dafür hat Animals Asia der Polizei von Nanjing gedankt.
Der Schuldige für diese Hundebisse ist schlussendlich deren Besitzer. Denn eine verantwortliche Pflege großer Hunde in Städten bedeutet auch Rücksicht auf die Mitbewohner. Wenn bissige Hunde die Möglichkeit erhalten, aus dem Haus ihrer Besitzer zu entkommen und Anwohner zu beißen, muss die Polizei einschreiten. Zum Glück zeigte die Polizei von Nanjing Mitgefühl. Der Besitzer wurde bestraft und er musste die Behandlungskosten der beiden von den Hunden verwundeten Personen tragen.
Diese Aktion folgt dem positiven Ansatz der Polizei von Nanjing aus dem Jahr 2006 zum Thema Umgang mit streunenden Hunden. Nach einem Treffen mit Jill Robinson, Christie Yang, der Direktorin für chinesische Angelegenheiten, und Frau Ha Wenjin von der Tierschutzgruppe Ping An A Fu aus Nanjing entschloss sich die Polizei von Nanjing, statt großflächiger Massentötungen streunende Hunde einzufangen und sie in örtliche Tierheime zu bringen.
Das geschah zu einer Zeit, als in Yunnan und Shandong Straßenhunde brutal erschlagen wurden. Die Polizei von Nanjing hat nicht nur Mitgefühl mit den Hunden gezeigt, sie haben auch Gelder für deren Pflege im Ping An A Fu Tierheim zur Verfügung gestellt. Hier findet sich mehr dazu. (Siehe nachfolgenden Beitrag!)
Zusammen mit diesen Neuigkeiten über die Behandlung der Hunde zeigen die früheren Taten das anhaltende Mitgefühl bei der Polizei von Nanjing und wie wichtig ihr das Wohlergehen von Begleittieren ist. Wir beglückwünschen die Behörden von Nanjing dafür und werden dieses Beispiel nutzen, um andere Städte in China zu ermuntern, einen ähnlichen mitfühlenden Ansatz im Umgang mit Hundepopulationen zu machen. Anbei die Kopie unseres Briefes an die Polizeibehörde.
Herrn Generaldirektor Xu Zhubao
Nanjing Public Security Bureau
No.1, Hong Gong Ci,
Baixia Roa
Nanjing
China
August 2009
Sehr geehrter Herr Xu,
im Namen der Animals Asia Foundation, der Animals Asia Friendship Alliance und unserer Unterstützer auf der ganzen Welt schreibe ich Ihnen, um Ihnen und Ihren Offizieren für die Behandlung zweier Tibetanische Mastiffs am 8. August in Nanjing zu danken.
Animals Asia hat erfahren, dass unter Ihrer Führung die Sicherheitspatrouille und das Tierheim für verlorene Hunde Shi Fo Temple beteiligt waren, den Zwischenfall mit diesen unregistrierten Hunden, etwas, das in Nanjing verboten ist, zu lösen. Die Mitglieder der Patrouille und die Mitarbeiter des Tierheims haben den Fall auf humane Art geregelt und dabei die Rechte der Bürger und das Wohlergehen der Tiere berücksichtigt. Ihre Handlung wurde von der Bevölkerung von Nanjing und den örtlichen Tierschutzgruppen positiv aufgenommen.
Die Ping An A Fu Tierschutzgruppe hat andere Gruppen in ganz China über Ihre positive Aktion informiert. Die Nachricht über Ihre Entscheidung die Hunde human zu behandeln hat sich darüber hinaus weltweit verbreitet und auch internationale Tierschutzgruppen wie wir es sind erreicht. Wir haben auch unsere Unterstützer davon unterrichtet.
Ich freue mich, dass man in Nanjing weiterhin eine humane Methode der Kontrolle von Hundepopulationen verfolgt. Ihre Beamten haben freundlicherweise im Jahr 2006 unsere Direktorin für chinesische Angelegenheiten, Frau Christine Yang, und mich empfangen, um über humane Maßnahmen für eine solche Kontrolle zu diskutieren. Zu einer Zeit, als Hunde sowohl in Yunnan als auch Shandong brutal abgeschlachtet wurden.
Wir danken Ihnen, dass Sie Ihre Autorität eingesetzt haben, um dieses Problem auf grausame Weise zu lösen und statt dessen die humane Lösung der Abgabe streunender Hunde in das Tierheim der Ping An A Fu Tierschützer wählten. Wir möchten Ihnen auch dafür danken, dass Sie dem Heim die Mittel für die Fütterung und Pflege der Hunde gegeben haben. Diese früheren Aktionen und Ihre jetzige Behandlung im Fall der beiden Mastiffs zeigen uns, welche Wichtigkeit und Mitgefühl sie auf das Wohlergehen der Begleittiere in Nanjing legen.
Animals Asia hat sich dem Tierschutz in Asien verschrieben. Wir freuen uns, welchen Zuwachs dieses Thema in China hat. Speziell auch Dank dieses jüngsten Falls einer humanen Vorgehensweise.
China hat eine lange Tradition des Mitgefühls für die Schwachen, Benachteiligten und Bedürftigen. Ihre humane Methode im Umgang mit Tieren ist Zeugnis dieser großen Tradition des Mitgefühls für nichtmenschliche Individuen. Wir gratulieren Ihnen von Seiten Animals Asia zu den Fortschritten, die Sie dabei machen.
Mit freundlichen Grüßen
Jill Robinson MBE Gründerin & CEO Animals Asia Foundation
Tel: +852 2791 2225
Fax: +852 2791 2320
Web: www.animalsasia.org
NB: Die Animals Asia Friendship Alliance ist ein Netzwerk von Tierschutzgruppen aus ganz China, das sich für den Schutz von Begleittieren einsetzt.