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Liebe Christa,
Alle 19 Bären hatten nun ihre erste gründliche Untersuchung. Chinh, der für die Aufklärungs- und Öffentlichkeitsarbeit verantwortlich ist, berichtet weiter von den Höhen und Tiefen während der Rettungsaktion:
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Tam Dao, 25. Januar 2010: Heute Morgen, während ich hier in der Rettungsstation meinen Bericht weiterschreibe, bin ich traurig. Die ersten Untersuchungen der Bären verliefen bis gestern Nachmittag alle gut. Doch dann war der arme Raspberry dran.
Als Erstes bemerkten die Tierärzte ein Loch in seinem Bauch, aus dem Eiter lief. Schnell wurde Raspberry in den OP-Raum gebracht, wo man alles versuchte, um ihn zu retten. Doch es war unmöglich. Seine Organe im Bauch waren so sehr durch die grausige Abzapfprozedur des Gallensafts in Mitleidenschaft gezogen, dass selbst die Tierärzte schockiert waren über das, was sie bei der Autopsie sahen. Der ganze Bauchraum war nekrotisch (verfault) und dieser schöne Bär muss unendliche Schmerzen gehabt haben.
Wir alle waren sehr traurig. Doch wir wissen, dass Raspberry nicht mehr leiden muss. Er war die Nummer 10 in der Liste der Untersuchungen. Alle Bären wurden inzwischen von unseren Tierärzten untersucht und wir hoffen, dass es ihnen bald besser gehen wird. Leider sind bei vielen die Zähne sehr schlecht. Auch das ist sehr schmerzhaft. Ein anderer ist fast blind.
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Heather, unsere Tierärztin, und ihr Team haben viele lange Stunden hart gearbeitet, um die Bären aus ihren Gefängniszellen heraus- und in die größeren Erholungskäfige hineinzubringen. Dort gibt es jede Menge weiche Blätter für ein Bett. In ihren neuen Käfigen sind sie alle glücklich. Sogar diejenigen Bären, die etwas Angst vor uns zeigten, recken sich jetzt begierig nach den leckeren Früchten..
Sie scheinen das Stroh und die Blätter in ihren Käfigen am liebsten zu haben. Einige spielen damit und andere rollen sich gerne darin herum. Die so lange und unnatürliche Haltung muss für diese Wildtiere sehr hart gewesen sein. Bevor man sie in die Containerzellen brachte, waren sie in sehr kleinen Betonzellen eingesperrt. In dieser „Einzelhaft“ lebten sie über sechs Jahre.
Ich kann es nicht erwarten, sie draußen auf den Wiesen beim Spielen zu sehen. Vielleicht können sie diesen Sommer schon schwimmen gehen. Doch zunächst müssen wir dafür sorgen, dass sie stark und gesund werden.
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Wir bereiten uns jetzt auf das Begräbnis von Raspberry vor. Zwar kannten wir ihn nur für einen Tag, doch er wird immer in unseren Herzen bleiben. Ein jeder von uns will, dass dieses Begräbnis ein sehr spezielles wird. Mehr über die Gesundheitschecks des Wochenendes finden Sie hier.
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