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Dienstag, 26. Januar 2010
Hallo,

es gibt gute Nachrichten! Nach anstrengenden drei Tagen auf der Straße ist das Rettungsteam von Animals Asia in unserer Mondbären-Station in Tam Dao zurück und allen 19 Bären geht es gut. Chinh, bei Animals Asia in Vietnam für Aufklärung und Öffentlichkeitsarbeit zuständig, berichtet über die Rettungsaktion. Hier ist der zweite Teil seines Berichts.


Tam Dao, 21. Januar 2010: Es regnet wie aus Kübel und wir alle sind durch und durch nass und erschöpft. Doch die Stimmung ist gut,denn wir sind in unserer Rettungsstation in Tam Dao angekommen und alle Bären sind munter. Es ist jetzt etwa 9 Uhr abends und wir freuen uns alle aufs Bett.

Am Montagmorgen starteten wir in Binh Duong, fast 2.000 km weit unten im Süden und die Reise entlang der Nationalstraße 1 war lang und langsam. Alle zwei Stunden gab es einen Stopp, um nach den Bären zu sehen und ihnen Wasser zu geben. Da wir die Tiere nicht durch den von den meisten Autofahrern benutzten Tunnel transportieren durften, mussten wir über den gefährlichen Pass über die Hai Van (Seewolken) Berge fahren. Dieser Pass zwischen der Stadt Da Nang und der Provinz Thua Thien-Hue liegt auf 500 Meter Meereshöhe und die Straßen sind eng, kurvig und am Straßenrand sieht man tief in den Abgrund hinab. Die Landschaft aber ist spektakulär!


Der aus drei Lastwagen bestehende Konvoi mit den Bären in ihren schrecklichen Containern kam zusammen mit dem Versorgungsbus gegen 3:30 Uhr am Nachmittag in unserem Rettungszentrum an und der von uns gemietete Kran begann sofort damit, die Bärencontainer abzuladen. Gegen 8:30 Uhr abends waren alle sicher auf festem Boden.


All der Lärm und die vielen Menschen schienen ein paar der Bären etwas nervös gemacht zu haben. Doch die meisten blieben wirklich ruhig, wie auch sonst während der ganzen Reise. Alle fressen gut und scheinen ihre Früchte und Leckerbissen zu lieben. Unsere Tierärzte sagen, das sei ein gutes Zeichen. Einige haben sogar soeben eine richtige Mahlzeit aus Gemüse und Getreide verzehrt.

Während der Reise hielten wir an Märkten und Imbissständen an der Straße, um unseren Futtervorrat für die Bären aufzufüllen. Die Leute dort müssen sicher erstaunt gewesen sein über die Menge an Äpfel, Wassermelonen, gekochtem Reis und Brot, die wir da abtransportierten!


Unsere Tierärztin Kirsty und ihr Team haben in der Rettungsstation alles zum Empfang der Bären vorbereitet und die Bären bereits so gut wie möglich noch in ihren Containern untersucht- sechs stecken in je einem und sieben in dem dritten Container. Ab morgen beginnen die Gesundheitschecks. Einer der Bären hat einen Knoten im Bauch und bei einem anderen glauben wir, dass er blind ist, da er sich sein Fressen erschnüffeln musste. Zwei weitere haben Probleme mit der Zunge. Diese werden daher wohl mit die ersten sein, die narkotisiert und für den Gesundheitscheck aus ihren Containern gebracht werden.

Dank des starken Regens ist es hier recht kühl. Daher hoffe ich, dass die Bären gut schlafen können. Mehr Informationen finden Sie hier.







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