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Hallo,
gerade erst hat das Rettungsteam von Animals Asia drei Tage auf der Landstraße verbracht, um die 19 Bären „nach Hause“ zu bringen. Chinh, der bei dem Konvoi dabei war, wird über die Rettung berichten. Hier ist sein erster Eintrag ins Tagebuch (weitere folgen bald).
Montag, 18. Januar 2010: Gerade sind wir dabei, die Farm zu verlassen. Oder, um genauer zu sein, eine Fabrik, wo die Bären unter sehr schlechten Bedingungen gehalten wurden. Noch sind sie in den schrecklichen Containern eingesperrt, aber zumindest sind sie jetzt bei uns und werden schon bald ein völlig neues Leben kennenlernen.
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Die Farm – jetzt für immer geschlossen – lag in der südlichen Provinz Binh Dong, wo es sehr viel Industrie gibt. Von dort ist es ein weiter Weg bis zu unserer Rettungsstation im Norden des Tam Dao Nationalparks bei Hanoi. Da wir die Reise für die Bären möglichst stressarm gestalten wollen, wird sie etwas länger dauern. Das bedeutet drei Tage auf der Straße.
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Ich bin bei Animals Asia für die Aufklärungsarbeit zuständig und fahre zusammen mit dem Rest des Animals Asia Teams in einem Versorgungsbus. Meine Aufgabe ist es, über die Rettung zu berichten. Bisher verlief alles glatt. Bei Sonnenaufgang kamen wir auf der Farm an und trafen die drei von uns dorthin bestellten Lastwagen.
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Als wir die Bären hydraulisch auf die Lastwagen hoben, blieben sie erstaunlich ruhig. Noch waren sie in ihren Metallcontainern – je sechs Bären in zwei Containern und weitere sieben in einem dritten. Einige schauten heraus, vielleicht etwas ängstlich, doch ich glaube im Wesentlichen wohl nur neugierig. Ihr Zustand war recht ordentlich.
Wenn alles glatt läuft, werden wir am Donnerstagmorgen wieder in der Rettungsstation in Tam Dao zurück sein. Der Plan ist, die Nacht über durchzufahren und morgen Nacht in Hue zu bleiben. Das ist ziemlich in der Mitte Vietnams. Dann gibt es wieder eine Nachtfahrt am Mittwoch. Um die Bären nicht zu beunruhigen, müssen wir langsam fahren. |
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Es ist aufregend, Teil dieser Rettungsaktion zu sein und zu wissen, dass für die Mondbären in meinem Land noch Hoffnung besteht. Ich möchte gern erleben, wie immer mehr Farmen in Vietnam dicht gemacht werden, bis es schließlich keine mehr gibt.
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Jetzt ist es fast Mittag und es gab ein einfaches Mahl aus Reis, hier in der Provinz Dong Nai, nachdem wir Duong Binh und seine Industrieorte zurückgelassen haben. Die Bären sind noch immer ruhig und alles ist sicher auf den Lastwagen verstaut. Es gab bereits einen
Zwischenstopp und unser Bärenpfleger Tuan gab den Bären während dessen Wasser und spritzte sie etwas ab. Das mögen sie gerne. Heute ist es heiß. Für die Bären gab es am Morgen auch eine gute Mahlzeit - Wassermelonen, Bananen und Äpfel. |
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Die Arbeiter auf der Farm, die diese Bären jahrelang versorgt haben, halfen beim Verladen der Bären auf die Lastwagen. Es war überraschend zu sehen, dass sie sich um die Bären offensichtlich sorgten und der Abschied sie traurig machte, obwohl sie den Tieren doch den Gallensaft abgezapft haben. Daher erzählte ich ihnen von dem zukünftigen Leben der Bären an einem wunderbaren Ort, wo sie den ganzen Tag herumlaufen und spielen können.
Doch jetzt geht die Fahrt weiter. Sobald wir etwas näher an zuhause sind, werde ich wieder schreiben. Also bleiben Sie dran. Mehr Infos finden Sie hier .
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